

Landrat Michael Geisler
Aufgaben und Stellung des Landrates ergeben sich aus der Hauptsatzung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, die der Kreistag zu beschließen hat.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 wurde den Landkreisen, Kreisfreien Städten und Großen Kreisstädten im Rahmen ihrer Zuständigkeit für den öffentlichen Personennahverkehr vom Freistaat Sachsen die Finanzierung des Ausbildungsverkehrs übertragen. Die Auszahlung der Mittel zur Finanzierung des Ausbildungsverkehrs in Sachsen an die Verkehrsunternehmen erfolgt über die Landkreise, Kreisfreien Städte und Großen Kreisstädte.
Der Freistaat Sachsen unterstützt unter anderem die Landkreise mit einem jährlichen Betrag zum Ausgleich der entstehenden Mindereinnahmen, die den Verkehrsunternehmen im öffentlichen Personennahverkehr bei der Beförderung von Personen mit ermäßigten Zeitfahrausweisen des Ausbildungsverkehrs entstehen. Als Ausgleich für diese Mindereinnahmen stellt der Freistaat Sachsen dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Jahr 2011 ca. 4 Mio. Euro zur Verfügung. Diese Mittel werden nach einer vom Kreistag des Landkreises beschlossenen Richtlinie zur Verteilung der Ausgleichsmittel für den Ausbildungsverkehr an die Verkehrsunternehmen verteilt. Eine Kompensation möglicher Einnahmeausfälle bei den Verkehrsunternehmen auf Grund der Zahlung geringerer Ausgleichsmittel für den Ausbildungsverkehr durch eine Erhöhung der Eigenanteile an der Schülerbeförderung steht derzeit im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nicht zur Diskussion.
Die Kosten für die Schülerbeförderung hingegen ergeben sich aus der Differenz zwischen dem Eigenanteil der Eltern und den tatsächlichen Kosten der ermäßigten ABO-Monatskarte zuzüglich der Kosten des freigestellten Schülerverkehrs (Fahrten außerhalb des ÖPNV, Taxi- und Mietwagenfahrten). Den derzeitigen Ausgaben des Landkreises für die Schülerbeförderung in Höhe von ca. 5,1 Mio. Euro stehen die Einnahmen aus den Eigenanteilen der Eltern in Höhe von ca. 1,5 Mio. Euro entgegen.
Der Landkreis garantiert, derzeit keine Änderung der Schülerbeförderungssatzung vorzunehmen. Die Satzung wird auch für das Schuljahr 2012/13 gültig bleiben. Der in der Schülerbeförderungssatzung festgesetzte Eigenanteil beträgt 50 % des Preises einer ermäßigten ABO-Monatskarte für eine Tarifzone, Preisstufe A. Er ist damit an die jeweils zum Schuljahresanfang gültigen VVO-Verbundtarife gekoppelt.
Die zum 1. November 2011 eingeführten Tariferhöhungen des VVO führen demnach mit Beginn des Schuljahres 2012/13 zu einer Erhöhung der Eigenanteile im Rahmen der bestehenden Schülerbeförderungssatzung.
Mit dem am Nikolaustag zum zweiten Mal stattfindenden Tourismustag richtete Landrat Michael Geisler wieder seine herzliche Einladung an die Vertreter der Tourismusbranche. Im Jahr 2009 erstmals im Atrium der Uhrenfabrik Glashütte Original durchgeführt, fand der Tourismustag in diesem Jahr an einem ebenso schönen Tagungsort statt: dem Panoramarestaurant Bastei.
Im Mittelpunkt standen die Themen Online-Marketing und Online-Bewertungsportale. Hervorragende Gastreferenten (siehe Anlage) gaben auf unterhaltsame Weise Anregungen und Hinweise im Umgang mit dem neuen Medium Social Media.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Trailer als Premiere. In Zusammenarbeit mit dem DEHOGA Sächsische Schweiz e. V. hatte das Team von pirna-tv die drei wichtigsten Berufsbilder der Hotel- und Gaststättenbranche in Bild und Ton festgehalten. Als Darsteller im Film wurden Auszubildende aus unserer Region ausgewählt, keine Schauspieler.
Authentisch zu sein und regionale Verbundenheit zu entwickeln, das war die Kernbotschaft des zweiten Tourismustages. "Es ist wichtiger denn je, sich ein eigenes Profil, ein eigenes Gesicht zu schaffen, um sich von der Unmenge an Mitbewerbern herauszustellen. Die Referenten des heutigen Tages werden uns sehr anschaulich zeigen, wie elementar Ihre Einzigartigkeit sein kann und welche Möglichkeiten Sie haben, diese darzustellen.", so Landrat Geisler zu seinen ca. 180 erschienenen Gästen.
Was kann ich als Unternehmer tun, damit die Gäste wiederkommen oder mein Haus weiterempfehlen?
Hier setzte der diesjährige Tourismustag mit dem Schwerpunkt ?Web 2.0 und neue Medien? an. Buchungen im Internet sowie Recherchen nach Beurteilungen durch andere Gäste sind heute gängige Praxis. Für die Tourismusbranche bieten diese Portale Chancen, können gleichzeitig aber auch "Fallstricke" sein. Landrat Geisler gab den Teilnehmern des Tourismustages folgende Worte mit auf den Weg:
"Nicht erklären, warum etwas nicht geht, sondern darüber nachdenken, wie es geht - und es dann auch tun."
Hintergrundinformationen zum Tourismustag
2009 ins Leben gerufen, bietet der Tourismustag einen Rahmen für vielseitigen Wissenstransfer. Das Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge möchte den Hoteliers, Gastronomen, Pensionsbetreibern und allen, die Urlauber und Tagesgäste betreuen und beherbergen, eine Plattform für Erfahrungsaustausch bieten und sie über neue Trends und Entwicklungen informieren. Ziel ist es, Themen anzusprechen, mit denen die Gastgeber bei ihrer täglichen Arbeit konfrontiert werden. Außerdem sollen Anregungen zur besseren Profilierung des eigenen Unternehmens sowie zur Erschließung weiterer Zielgruppen aufgezeigt werden.
Für die meisten Tourismusregionen Sachsens war das Jahr 2010 kein gutes Jahr, denn es entsprach hinsichtlich der Gästezahlen nicht den Erwartungen. Aber auch, wenn nicht alle Beherbergungsbetriebe zufrieden waren, konnte sich der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als tourismusstärkste Region behaupten.
Ausführliche Informationen erhalten Sie im Internet.
Am 30. November 2011 kamen auf Einladung von Landrat Michael Geisler im Kurort Gohrisch Unternehmer aus dem Bereich Tourismus zusammen. Traditionell wurde für das Treffen zum Unternehmerabend wieder ein Gewinner des Pokals der Gastlichkeit als Tagungsort gewählt. Diesmal erwies sich die Pension "Villa Irene" als herzliche Gastgeberin.
Kernthema des Abends war die Frage "Nachwuchssorgen - Helfen neue Arbeitszeitmodelle?"
Gerade der Tourismus stellt eine tragende Säule der Wirtschaftsentwicklung im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge dar, die derzeit einen sehr starken Fachkräftemangel beklagt. Eine Sicherung der Arbeitskräfte kann nur gelingen, wenn jungen Leuten der Standortvorteil des Landkreises nahe gebracht wird.
"Wir müssen für die "Generation facebook" ein Paket packen. Der Landkreis muss so aufgestellt sein, dass unsere Botschaft an die jungen Leute lauten kann: wenn ihr hier arbeitet, könnt ihr attraktiv wohnen, habt gute Lebensbedingungen und eine gesunde Infrastruktur.", so Landrat Michael Geisler zu den Unternehmern.
Ausgetauscht wurde sich auch über bereits bestehende Arbeitszeitfonds im Hotel- und Gaststättenbereich. Ziel der Branche muss es sein, Produkte zu entwickeln, die eine Saisonverlängerung möglich machen, denn Nachfrage schafft mehr Arbeit. Wenn in der Hotellerie und Gastronomie die Saison auf mehr als acht Monate verlängert werden könnte, könnte auch das Arbeitsentgelt entsprechend angepasst und damit ein weiterer wesentlicher Standortvorteil geschaffen werden.
Der Unternehmerabend setzte neue Impulse auf dem Weg dahin, Ideen zu entwickeln, die den Nachwuchssorgen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge entgegenwirken können.
Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist gemäß Schulgesetz für den Freistaat Sachsen Träger der notwendigen Beförderung der Schüler auf dem Schulweg bei öffentlichen Schulen und staatlich genehmigten Ersatzschulen freier Träger auf seinem Gebiet.
Die Schülerbeförderung wird nach den Bestimmungen der Satzung zur Schülerbeförderung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vom 27.01.09, zuletzt geändert durch Satzung vom 22.06.10, organisiert und finanziert. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge stellt dafür jährlich 5 Mio. Euro zur Verfügung.
Bis zum 8. November 2011 wurden ca. 11.700 Anträge auf geförderte Schülerbeförderung von Schülern, die im Schuljahr 2011/2012 eine Grundschule (ca. 3.200 Fahrschüler), eine Mittelschule (ca. 3.600 Fahrschüler), eine Berufsschule (ca. 650 Fahrschüler), eine Förderschule (ca. 620 Fahrschüler) bzw. ein Gymnasium (ca. 3.330 Fahrschüler) auf dem Territorium des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge besuchen, bearbeitet. Dabei wurden ca. 300 Ablehnungen zu den Anträgen erteilt.
Die Schülerbeförderung wird vorrangig im öffentlichen Personennahverkehr realisiert. Ca. 90 % aller Fahrschüler nutzen öffentliche Verkehrsmittel für den Schulweg. Ist dies z. B. aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, werden sogenannte freigestellte Schulbusverkehre organisiert. Die Leistungen im freigestellten Schulbusverkehr wurden auf der Grundlage einer europaweiten Ausschreibung vergeben.
Landkreisverwaltung arbeitet mit Eltern, Schulen und Beförderungsunternehmen eng zusammen
Im Verlauf der ersten Schulmonate des Schuljahres 2011/2012 führten Mitarbeiter des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Vor-Ort-Kontrollen an ausgewählten ÖPNV-Umsteigeknoten in Pirna, Freital und Dippoldiswalde durch. Defizite wie z. B. überfüllte Busse oder verpasste Anschlüsse traten nicht auf. Weitere Prüfungen, auch im Bereich des freigestellten Schulbusverkehres, sind demnächst vorgesehen.
Ebenso wird von Seiten der Landkreisverwaltung den Hinweisen von Eltern bzw. den Schulen und Verkehrsunternehmen zeitnah nachgegangen und in Zusammenarbeit mit den Beförderungsunternehmen Lösungswege aufgezeigt. So konnten beispielsweise zu Beginn des Schuljahres 2011/12 die Dohnaer Ortsteile Sürßen und Tronitz an das öffentliche Liniennetz angebunden werden. Aufgrund der damit eingetretenen Kapazitätsprobleme wurde ab November 2011 ein zusätzlicher Bus eingesetzt. Im Zuge des Neubaus des Förderschulzentrums "Oberes Erzgebirge", Schulteil Lernförderung in Reinholdshain wurde im Schulbereich eine zusätzliche Haltestelle eingerichtet. Die Fahrten der öffentlichen Linienbusse werden zu den Schulzeiten über diese Haltestelle geführt.
Häufige Anfragen der Eltern betreffen unter anderem die Pünktlichkeit der Busse und die Gewährleistung von Anschlüssen zwischen den Verkehrsmitteln, welche jedoch oftmals durch Straßenbaumaßnahmen bedingt sind.
Ebenso spielen lange Fahrzeiten, meist entstehend durch die zentrale Lage der Gymnasien, Förder- und Berufsschulen, eine Rolle. Die geänderten Unterrichtszeiten am Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium Pirna-Copitz ab dem Schuljahr 2011/12 machten beispielsweise umfangreiche Fahrplanänderungen bei den Verkehrsunternehmen erforderlich. An diesem Gymnasium lernen ca. 630 Schüler, welche vor Unterrichtsbeginn bzw. nach dem Unterrichtsende zu einheitlichen Zeiten in ca. 65 Wohnorte befördert werden müssen. Diese neuen Fahrzeiten bringen auch Veränderungen für andere Schulen, z. B. das Friedrich-Schiller-Gymnasium Pirna, mit sich. Die Schüler erreichen ihre Busse jetzt bequemer. Aufgetretene Probleme bei der Beförderung mit der Städtebahn konnten in Zusammenarbeit mit dem VVO abgestellt werden. Durch zusätzliches Personal verkehren die Züge seit Oktober planmäßig.
Durch die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure gelingt es uns, einen reibungslosen Linienverkehr zur Schülerbeförderung anzubieten und die Schüler somit sicher zu befördern. Denn der Bus gilt nach wie vor als sicherstes Verkehrsmittel im Straßenverkehr.
Der Kreistag des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge beschloss im Dezember 2010 die Fortschreibung des Schulnetzplanes, Teil Berufliche Schulen. Diese Fortschreibung beinhaltete, dass es ab dem Schuljahr 2012/13 nur noch zwei berufliche Schulzentren mit den dazugehörigen Außenstellen geben soll. Die notwendigen Beschlüsse dazu sollen im März 2012 gefasst werden.
In den Prozess der Schulnetzplanung werden auch die Schulkonferenzen der berufsbildenden Schulen einbezogen.
Die erste Schulkonferenz, an der Landrat Michael Geisler persönlich teilnahm, fand am 14. November 2011 im Beruflichen Schulzentrum Technik in Pirna statt. Er informierte über die demographische Entwicklung im Landkreis: "Der Bevölkerungsrückgang im Landkreis spiegelt sich auch in den beruflichen Schulzentren wider. Die Schülerzahlen werden im Jahr 2013 ihren Tiefpunkt erreichen. Ab dem Jahr 2014 kann mit einem Anstieg und anschließender Stabilisierung der Schülerzahlen gerechnet werden."
Landrat Geisler bekräftigte nochmals, dass es weiterhin Berufsschulausbildung an allen bisherigen Standorten geben wird. In den nächsten Wochen werden die Neustrukturierungen der Berufsschulzentren mit allen Beteiligten diskutiert. Im Hinblick auf die Berufsschullandschaft im Landkreis hat er ein festes Ziel: "Am Ende des Planungsprozesses sollen die Berufsschulzentren im Landkreis so aufgestellt sein, dass sie zukunftsweisend und stabil sind."
Am 11. November 2011 fand die Sitzung der Steuergruppe des Forums für Wirtschaft und Arbeit im Klinikum Pirna statt.
Auf der Tagesordnung standen Zukunftsthemen, wie Demografie im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, der Landesentwicklungsplan 2012 sowie ein Erfahrungsbericht aus ostdeutschen Demografieprojekten. Dr. Hardo Kendschek, Demografieberater und geschäftsführender Gesellschafter der komet-empirica GmbH in Leipzig, stellte diesen Erfahrungsbericht vor. Er betreut seit 1992 über 100 Stadt- und Regionalentwicklungsprojekte und verfügt über umfangreiche Erfahrungen.
"Der Vortrag von Dr. Kendschek hat auf beeindruckende und inspirierende Weise die Komplexität des Themas erklärt. Ich würde mir wünschen, dass wir auch in Zukunft mit ihm zusammenarbeiten können." schlussfolgerte Landrat Michael Geisler nach der Sitzung.
Der Erfahrungsbericht ist für die Steuergruppe ein weiterer Baustein für die strategische Ausrichtung des Landkreises bezüglich der unumgänglichen demografischen Herausforderungen. Das Thema Demografie wird daher im Jahr 2012 auf der Agenda des Landkreises stehen.
Die Mitglieder der Steuerungsgruppe verbanden ihre Sitzung weiterhin mit einem Rundgang im Klinikum Pirna. Als spezialisiertes, interdisziplinäres Gesundheitszentrum besitzt es einen großen Stellenwert in der medizinischen Versorgung im Landkreis und ist so bedeutsam für die Herausforderungen des demografischen Wandels. Als wesentlicher Bestandteil der regionalen Infrastruktur spielt das Gesundheitswesen eine zentrale Rolle als Arbeitgeber in der Region. In dem Rundgang konnten sich die Mitglieder der Steuergruppe vom hohen technischen Standard der einzelnen Abteilungen überzeugen.
Am 8. November 2011 fand auf Einladung von Landrat Michael Geisler in der "Johann Wolfgang von Goethe" Mittelschule in Pirna der dritte Bildungsgipfel statt. Eingeladen waren die Oberbürgermeister bzw. deren Vertreter der Städte Pirna, Freital und Dippoldiswalde, die Sächsische Bildungsagentur Regionalstelle Dresden, das Sächsische Bildungsinstitut, die Agentur für Arbeit sowie das Jobcenter Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Vertreter der Förder- und Mittelschulen sowie der Berufsschulen, der Kammern und Verbände, die Obermeister der Innungen, Gewerbevereine, Vertreter des Kreistages und der Landkreisverwaltung sowie des Kreiselternrates und Kreisschülerrates sowie andere Interessenvertreter des Landkreises.
Landrat Geisler nutzte den sehr gut besuchten Bildungsgipfel als Plattform für eine gemeinsame Erörterung zu Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Schule, Beruflichen Schulzentren und Wirtschaft zur Umsetzung der Praxistage in den Schuljahren 7 bis 10.
"Ich sehe den Landkreis als Initiator und Katalysator im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft. Auch in Zukunft strebe ich einen engen Kontakt mit allen Akteuren in diesen Bereichen an. Ich wünsche mir ein Netzwerk bestehend aus allen Schulen, das sich um die Berufsschulzentren als unsere verlässlichen Partner mit der Nähe zur Wirtschaft aufbaut.", so Landrat Geisler auf dem Bildungsgipfel.
Mit der Mittelschulrichtlinie vom 01.08.2011 wird künftig die Schaffung zusätzlicher Angebote, sogenannte Praxistage, in den Schuljahren 7 bis 10 über das verpflichtende Betriebspraktikum hinaus möglich. Hierbei sollten die Ressourcen der Beruflichen Schulzenten zur frühzeitigen Erkundung der Interessen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler genutzt werden.
Folgende Referenten konnten für die Veranstaltung gewonnen werden:
Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge setzt mit dem dritten Bildungsgipfel eine Veranstaltungsreihe mit dem Ziel fort, neue Zukunftswege in der Bildungslandschaft Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu erschließen.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wählte den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge für den Zeitraum 2010/2011 als Modellstandort für das aus den Europäischen Sozialfonds geförderte Aktionsprogramm unter dem Motto: ?Kinder, Kleister und C- (K)ollagen - ästhetische Bildung in der Kindertagespflege?.
Mit dem 1. Fachtag unseres Landkreises für die Kindertagespflege am 05.11.2011 findet das Aktionsprogramm seinen Abschluss. In Vorbereitung hierfür entstand ein von Tagesmüttern und dem Verein tamupa e. V. initiiertes und durch das Jugendamt begleitetes Projekt mit Schwerpunkt auf der Sinneswahrnehmung und Wissensaneignung von Kindern bis zu 3 Jahren. Ergebnisse wurden in der Ausstellung "Kinder hinterlassen Spuren" auf dem Fachtag, der von den Teilnehmern mit großer Resonanz wahrgenommen wurde, vorgestellt.
Die Inhalte des Fachtages sollen den Tagesmüttern und -vätern Anregungen für ihre tägliche Arbeit geben, sie ermuntern, tagtäglich aus der Vielfalt der kindlichen Ideen und Experimentierfreude zu schöpfen und sich inspirieren zu lassen. Zu den Themen "Ästhetischen Bildung", "Sprachentwicklung", "Kinder brauchen Bewegung - Psychomotorik", und "Theater für unter Dreijährige" werden spannende Fachvorträge von kundigen Referenten präsentiert.
Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge betreuen derzeit 143 Tagespflegepersonen insgesamt 547 Kinder. Durch die Beteiligung am Aktionsprogramm ist es gelungen, die Kindertagespflege als gleichrangiges Angebot neben der Kindertagesbetreuung in den Kitas zu stabilisieren und die hohen qualitativen Standards an die pflegerische und pädagogische Betreuung und Bildung unserer Kinder auszubauen.
Die Fachberatung Kindertagespflege des Jugendamtes erarbeitete anhand einer Umfrage unter unseren Tagesmüttern und -vätern ein Fortbildungsprogramm zu pädagogischen Themen und Methoden. Die so entstandenen Angebote in der Volkshochschule sowie im Jugendamt nutzten die Tagespflegeeltern gern, um das Gelernte später in den Tagesablauf bei der Kinderbetreuung einfließen zu lassen.
Um langfristig die Qualität in der Kindertagespflege zu halten, hat das Jugendamt die Bildung von Regionalgruppen initiiert, in denen sich Tagesmütter und ?väter über Probleme und Fragen bei der Betreuung ihrer Schützlinge austauschen können. Das Jugendamt steht diesen zur fachlichen Beratung zur Verfügung. Zurzeit bestehen im Landkreis zehn dieser Gruppen.
Rund 3.150 Unternehmen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, die drei oder mehr Mitarbeiter beschäftigen, erhalten zurzeit Post vom Landratsamt und von der Pirnaer Arbeitsagentur mit der Bitte um Unterstützung.
Ziel ist die Verbesserung der Angebote zur Berufs- und Studienorientierung und der Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft. Dafür ist die Mitarbeit der Unternehmer vonnöten, die nun um Einschätzung der aktuellen und zu erwartenden Ausbildungs- und Beschäftigungssituation im Landkreis gebeten werden. Denn sie - die Unternehmen - wissen am besten, welche Unterstützung sie bei der Sicherung ihrer Fachkräfte benötigen.
Um ein möglichst genaues Bild zu erhalten, ist ein entsprechender Fragebogen entwickelt worden, der ausgefüllt Aufschluss über die derzeitige Fachkräftesituation in den Unternehmen, über Probleme im Hinblick auf die Ausbildungssituation und über den Bedarf an ganz konkreter Unterstützung durch die Behörden geben soll.
Zur langfristigen Sicherung des Fachkräftebedarfs und als Ansprechpartner für die Unternehmen plant der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Pirna ab 2012 die Schaffung eines "Bildungsbüros?.
Am 24. Oktober 2011 startet eine neue Sendung "Kochen mit Weitblick", die von der PTV- Fernseh- und Multimediagesellschaft mbH viermal jährlich produziert und ausgestrahlt wird. Die Sendung entstand auf Anregung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Partner der Sendung ist der DEHOGA Sachsen, Regionalverband Sächsische Schweiz e. V.
Landrat Michael Geisler plant mit diesem neuen Sendeformat, den Zuschauerinnen und Zuschauern wichtige regionalpolitische Themen auf unterhaltsame und nachhaltige Art und Weise näher zu bringen: angereichert mit wechselnden Gesprächspartnern und kulinarisch umrahmt mit regionalen und jahreszeittypischen Gerichten, die in der Sendung gekocht werden.
Thema der ersten Sendung werden die Kulinarischen Wochen in der Tourismusregion Sächsische Schweiz sein, die vom 14. Oktober bis 13. November 2011 stattfinden. Landrat Geisler begrüßt deshalb als Gast der Sendung Judith Fichtner, Vorstandsvorsitzende des DEHOGA Regionalverband Sächsische Schweiz e. V.
Außerdem wird Landrat Geisler in der ersten Sendung von "Kochen mit Weitblick" die Ausbildungssituation im Landkreis ins Gespräch bringen.
"Die Zeiten haben sich verändert. Früher gab es mehr Nachfrage nach Lehrstellen als Angebote, heute ist es aufgrund der demografischen Entwicklung gerade anders herum. Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen. Es ist wie bei einem guten Gericht: Die Grundlage für den letztendlichen Genuss sind die guten Zutaten.", so Landrat Geisler auf die Frage, welche Idee der Kochsendung zu Grunde liegt.
Gekocht wird in der ersten Sendung von "Kochen mit Weitblick" ein Wildgericht. Das Rezept dafür kann nach der Sendestaffel auf der Internetseite des Landkreises nachgelesen werden.
Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bildet ab August 2012 zwei Vermessungstechnikerinnen/Vermessungstechniker, Fachrichtung Vermessung, aus. Bewerbungsfrist dazu ist der 30.11.2011.
Außerdem werden ab September 2012 sechs Verwaltungsfachangestellte, Fachrichtung Kommunalverwaltung, im Landratsamt des Landkreises ausgebildet. Interessenten können sich bis 12.12.2011 bewerben.
Sie haben Interesse an der Studienrichtung Bachelor of Arts, Fachrichtung Soziale Dienste? Der Landkreis bietet ab Oktober 2012 zwei Ausbildungsplätze dafür an. Bewerbungsfrist ist hier der 31.01.2012.
Die ausführlichen Ausschreibungen finden Sie im Internet.
Am 17. September fand der nunmehr 10. Tag der Ausbildung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Beruflichen Schulzentrum für Technik in Pirna-Copitz statt.
Die vom Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und der Agentur für Arbeit Pirna organisierte Messe wurde dieses Jahr feierlich mit einem Kuchenanschnitt und anschließender Verkostung von Landrat Michael Geisler und der Bäckerinnung des Landkreises eröffnet.
In drei Hallen präsentierten über 140 Unternehmen aus der Region eine Vielzahl an Ausbildungsberufen und die damit verbundenen Möglichkeiten. Das war in diesem Jahr Ausstellerrekord! Auch ein Besucherrekord konnte verzeichnet werden, gezählt wurden über 4000 Gäste.
Bis 15 Uhr konnten die Besucher mit den Unternehmen der unterschiedlichen Branchen in Kontakt treten und Informationen u. a. über Ausbildungsmöglichkeiten, -inhalte und -anforderungen in Erfahrung bringen. Zusätzlich bestand auf der "Seminargasse" für die zukünftigen Arbeitnehmer die Möglichkeit sich fit für eine Bewerbung zu machen. Neben Tipps für das richtige Bewerbungsoutfit und die Bewerbungsmappe wurde auch ein praktischer Teil mit einem Bewerbungschoaching und einem Kompetenzfeststellungstest angeboten.
Den lockeren Abschluss nach einem arbeitsreichen Tag bot die Aftershowparty "Feiern mit Aussicht 4.0?.
Der Tag der Ausbildung zählt zu den Veranstaltungen, die sich mit dem Themenschwerpunkt "Bildung, Berufswahl und Einstieg in den Arbeitsmarkt? des Landkreises auseinandersetzten. Er trägt als Begegnungsstätte von Unternehmen und ihren potenziellen Auszubildenden bzw. Arbeitnehmern dazu bei, die Suche nach mangelnden Fachkräften zu erleichtern, den jungen Menschen ihre beruflichen Perspektiven in der Region aufzuzeigen und damit den Landkreis zukunftsweisend zu gestalten.
Am 15. September 2011 wanderte Landrat Michael Geisler zusammen mit 14 Lehrern für Berufs- und Studienorientierung, die an allen Allgemein- und Berufsbildenden Schulen arbeiten, von Hohnstein zur Brand-Baude. Landrat Geisler bedankte sich mit der Wanderung für das tagtägliche Engagement der Lehrer. Mit dabei waren auch Vertreter des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft sowie der Verwaltung des Landratsamtes.
Die Lehrer für Berufs- und Studienorientierung, die sich um die Thematik der Berufs- und Studienorientierung an der Schule kümmern, spielen eine entscheidende Rolle bei der gezielten Vorbereitung junger Menschen auf ihr späteres Berufsleben. Dazu arbeiten die Schulen mit regionalen Wirtschaftsunternehmen und anderen Partnern zusammen. Die Lehrer selbst dienen den Schülerinnen und Schülern als Ansprechpartner in Bezug auf ihre Berufswahl und -orientierung.
Während der Wanderung konnten die Lehrer miteinander sowie mit Vertretern des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft Erfahrungen austauschen und zukünftige Perspektiven erörtern. Abgerundet wurde der Ausflug mit einem Grillbuffet auf der Brand-Baude.
Am 8. September 2011 tagte der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in öffentlicher Sitzung im Landratsamt in Pirna. Folgende Beschlüsse wurden gefasst:
Der Ausschuss vergab Zuwendungen für investive Maßnahmen an zwei freie Träger der Jugendhilfe im Landkreis, die dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienerholung realisieren. Demnach erhalten das Kinder- und Jugenddorf ERNA in Papstdorf (ERNA e. V.) und der Jugendfreizeithof Grillenburg (Chance 93 e. V.) jeweils eine Zuwendung von ca. 10.000 Euro. In beiden Objekten sollen Räumlichkeiten für Bildungsarbeit und Projekte geschaffen werden, die unabhängig vom Wetter nutzbar sein werden.
Ein weiterer Beschluss beinhaltet eine Grundsatzentscheidung zur Bereitstellung finanzieller Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des geänderten SGB II für regionale Schulsozialarbeit im Landkreis.
Zur Erweiterung der schon vorhandenen Projekte der Schulsozialarbeit im Landkreis kommen nach dem Beschluss des Jugendhilfeausschusses nun noch folgende dazu:
In Pirna (Planungsregion 7) soll darüber hinaus mit einem Pilotprojekt, für das es Landesförderung gibt, im Stadtteil Sonnenstein für die beiden Förderschulen, eine Grundschule und die Mittelschule zwei weitere Stellen eingerichtet werden.
Diese Personalstellen werden zu einer Hälfte aus den Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets (20.000 Euro je Planungsregion) und zur anderen Hälfte von den örtlichen Schulträgern finanziert. Um die Planungsräume zu bestimmen, in denen die regionale Schulsozialarbeit tätig werden wird, wurden unter anderen zehn regionale Beratungen im Rahmen der Jugendhilfeplanung durchgeführt. Zusätzlich wurde den örtlichen Schulträgern ein Fragebogen übermittelt, der als Entscheidungsgrundlage diente. Neben der aktuellen Problemlage zählten die Anzahl der Schüler je Einrichtung, die aktuelle Arbeit an den Schulen und die Anzahl der Mittelschulen im Planungsraum zu den ausschlaggebenden Kriterien. Der Beschluss baut die Sozialarbeit an den Schulen im Landkreis aus und fördert damit die Integration und den Ausgleich von Benachteiligung bei jungen Menschen.
Die Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe. Fachkräfte der sozialen Arbeit stehen als Ansprechpartner, Berater und für Kriseninterventionen direkt an der Schule zu Verfügung. Sie sollen zu einer Verbesserung des Schulklimas und der Lösung von Problemlagen von Kindern und Jugendlichen im Schulalter führen.
Damit die nicht nur auf ein Schuljahr begrenzten Maßnahmen unverzüglich starten können, wird das Jugendamt mit den Städten, die als Schulträger ihre Mitwirkung erklärt hatten, die erforderlichen Entscheidungen zur Umsetzung bereits in den nächsten Tagen treffen.
Auf Einladung von Landrat Michael Geisler fand am 6. September 2011 ein weiterer Unternehmerabend im Landgut-Hotel Gasthof Bärenfels, dem ältesten Gasthof in der Region, statt. Thema der Gesprächsrunde war die Frage "Wirtschaftsspionage - Bleibt der Technologievorsprung auf der Strecke??. Als Gäste des Abends konnten die Geschäftsführer bzw. Werkleiter der BGH Edelstahl Freital GmbH, die WTK Elektronik GmbH Neustadt, die G.S. Stolpen GmbH& Co. KG, die Papierfabrik Louisenthal GmbH sowie die J+P Maschinenbau GmbH begrüßt werden.
Gerade die Informationstechnik ist für die meisten Unternehmen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihrer Infrastruktur geworden und erfordert einen reibungslosen Ablauf. Allerdings bergen neue Entwicklungen im Kommunikationsbereich, beispielsweise die Smartphones, Gefahren für die Sicherheit unternehmenseigener Daten.
Der Unternehmerabend beleuchtete diese Problematik von verschiedenen Seiten. Die Unternehmen konnten Erfahrungen im Hinblick auf die Sicherheit in ihren Unternehmen austauschen. Zum Thema war auch Herr Brockhaus vom Landeskriminalamt Sachsen eingeladen. Das Landeskriminalamt bietet über das Präventionsprojekt "Sicheres Unternehmen" Hilfe zum Schutz von klein- und mittelständischen Unternehmen in Sachsen an.
"Um in den Besitz von sensiblen Daten zu gelangen, wird alles versucht. Es ist jedes Unternehmen auf ganz unterschiedliche Art gefährdet.", so die Worte von Herrn Brockhaus.
Die Gesprächsrunde trug dazu bei, die eingeladenen Unternehmer zu sensibilisieren. Die Problematik stieß dabei auf offene Ohren der Unternehmen. Außerdem nutzte Landrat Geisler die Gelegenheit, den Unternehmen die neue Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Frau Astrid Hanl, vorzustellen.
Durch die Pflege der persönlichen Kontakte der Unternehmen leistet der Unternehmerabend einen Beitrag dafür, eine weiterhin gute wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge voranzutreiben.
Am Dienstag, den 6. September 2011, wurde das Förderschulzentrum, Schulteil zur Lernförderung, in Reinholdshain feierlich von Landrat Michael Geisler eingeweiht. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit erhielt die Schule ein neues und modernes Aussehen und bietet nun beste Lernbedingungen für die besonderen Ansprüche der Schülerinnen und Schüler.
Die sehr gute Stimmung und der große Applaus in der neuen Turnhalle der Schule, in der die Einweihungsfeier stattfand, waren berechtigt. In einem rundum gelungenen Programm konnten die Gäste die Freude der Schülerinnen und Schüler über ihre neue Schule hautnah erleben.
"Mein persönlicher Dank geht an Landrat Michael Geisler, der den Neubau dieser Schule mit klugem Sachverstand begleitet hat.", so die Worte von Schulleiterin Jeanette Spindler im Rahmen ihrer Begrüßungsrede.
Neben der Komplettsanierung des alten Plattenbaus stellen die Errichtung einer Einfeldsporthalle, die Umgestaltung des Haupteingangs, der Neubau einer Ausgabeküche für die Essensversorgung und die Neugestaltung der Außenanlagen die umfangreichsten Baumaßnahmen dar. Die Schule wurde neu möbliert. Zusätzlich sind mehrere neue Fachkabinette eingerichtet worden.
Die Bildungsstätte erfüllt nun modernste energetische Standards. "Wir stehen heute in einem modernen und schönen Schulgebäude, das beste Lernbedingungen für unsere Schüler bietet.?, so Landrat Michael Geisler bei der Einweihungsfeier. Die Baumaßnahme kostete insgesamt 5,18 Mio. Euro.
Am Mittwoch, den 31. August 2011, fand im Beruflichen Schulzentrum für Technik und Wirtschaft "Otto Lilienthal" Freital das Herbsttreffen des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft statt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die überarbeitete Mittelschulrichtlinie SOMIA, die seit 1. August 2011 in Kraft ist und künftig erweiterte Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung von Mittelschülern bietet.
Ein Vertreter des Kultusministeriums stellte die wichtigsten Änderungen vor und stellte sich den Fragen der Vertreter aus Schule, Wirtschaft und Verwaltung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Im Anschluss debattierten die etwa 35 Teilnehmenden intensiv zu Fragen der Angebotsausweitung von Schüler-Blockpraktika und -Praxistagen. In drei Diskussionsgruppen wurden speziell für den Landkreis Schwerpunkte zur Gestaltung und Umsetzung der erweiterten Mittelschulrichtlinie herausgearbeitet und Argumente zur künftigen Organisation und Systematisierung ausgetauscht.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass besonders in den Klassen 7 bis 8 die Kooperation der Mittelschulen mit Einrichtungen der beruflichen Bildung als Orientierungsphase sinnvoll ist. Es sollte ein stärkerer Bezug zu den regionalen Ausbildungsberufen und dem praktischem Erleben im Arbeitsalltag hergestellt werden.
Unternehmen sind daher aufgefordert, ihr Angebot in Anzahl und Vielfalt auszuweiten und zusätzliche Praktikaplätze bereitzustellen. Darüber hinaus sollte zukünftig auch für Gymnasiasten/innen der Zugang zu berufspraktischen Angeboten stärker geöffnet werden.
Die Arbeits- und Diskussionsergebnisse des Arbeitskreises werden in Kürze als Protokoll auf der Internetseite zur Verfügung gestellt sowie dem Referat Mittelschulen im Kultusministerium übergeben.
Für weitere Informationen und Fragen steht das Regionale Übergangsmanagement, Tel.: 03501/ 515408, sowie der Arbeitskreisvorsitzende Herr Feine, peter.feine@bildungslandschaft.eu, zur Verfügung.
Am 1. September wurden sieben neue Auszubildende an ihrem ersten Ausbildungstag in der Landkreisverwaltung mit einer kleinen Zuckertüte begrüßt.
"Der heutige Tag ist für Sie ein beruflicher Neuanfang. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Ausbildung. Ergreifen Sie die Chance, die Ihnen diese Ausbildung bietet, und setzen Sie eigene Akzente.", so die Worte an die Auszubildenden im Rahmen der Begrüßung.
Drei Verwaltungsfachangestellte (eine Frau und zwei Männer) starteten heute ihre dreijährige Ausbildung im Landratsamt.
Weiterhin hat zum 1. September 2011 für zwei Studentinnen das dreijährige Studium an der Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung (FHSV) Meißen im gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst begonnen.
Zum 1. Oktober 2011 werden zwei weitere Studenten (ein Frau und ein Mann) das Studium an der Berufsakademie (BA) Breitenbrunn zum/zur Sozialpädagogen/gin beginnen. Das Studium wird drei Jahre dauern.
Die Auszubildenden sind zwischen 18 und 23 Jahren alt.
Die Verwaltungsfachangestellten wurden aus 133 Bewerbern ausgewählt. 68 Bewerbungen gab es für die 2 Studienplätze an der BA Breitenbrunn. Das Auswahlverfahren für die Studenten des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes läuft über die Fachhochschule selbst. Bewerber gab es für dieses Jahr ca. 900, Studienplätze insgesamt 75.
Die schulische Ausbildung der Verwaltungsfachangestellten erfolgt am Beruflichen Schulzentrum für Technik und Wirtschaft "Otto Lilienthal" Freital. Zusätzlich besuchen die Verwaltungsfachangestellten den dienstbegleitenden Unterricht am Sächsischen Kommunalen Studieninstitut Dresden. Die Meißner Studenten und die Verwaltungsfachangestellten durchlaufen gemäß den Ausbildungsplänen verschiedenste Fachbereiche der Landkreisveraltung. Die Studenten der BA Breitenbrunn sind ausschließlich in den Abteilungen Soziale Leistungen und Kinder-, Jugend- und Familienhilfe tätig.
12 Verwaltungsfachangestellte und 4 Straßenwärter zwischen 19 und 28 Jahren haben in diesem Jahr ihre Ausbildung beendet. Bereits am 17. August 2011 konnten die Straßenwärter ihre Prüfungszeugnisse in Empfang nehmen. Heute erhielten auch die Verwaltungsfachangestellten ihr Abschlusszeugnis aus den Händen des Landrates Michael Geisler.
"Ich freue mich, dass alle Auszubildenden die Prüfung bestanden haben, denn gut ausgebildete Fachkräfte werden in den nächsten Jahren im Landratsamt gebraucht.", so Landrat Geisler mit Blick auf den demografischen Wandel. Diejenigen, die mindestens mit der Note 3 oder besser abgeschlossen haben, erhalten nun einen Arbeitsvertrag mit dem Landratsamt, zunächst befristet für die Dauer von zwölf Monaten. Bis auf zwei Straßenwärter und einen Verwaltungsfachangestellten haben auch das alle geschafft.
Nun müssen sich die jungen Leute in der Praxis beweisen. Während die beiden Straßenwärter in den Straßenmeistereien Langburkersdorf und Freital arbeiten werden, kommen die elf Verwaltungsfachangestellten in unterschiedliche Fachbereiche, wo dringend Mitarbeiter gebraucht werden. Unter anderem können sich das Bürgerbüro, Ausländerbehörde, Kfz-Zulassung oder die Abteilung Soziale Leistungen über Verstärkung durch die jungen Angestellten freuen.
Am 31.August 2011 findet im Beruflichen Schulzentrum für Technik und Wirtschaft "Otto Lilienthal" in Freital das Herbsttreffen des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft statt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die überarbeitete Mittelschulrichtlinie SOMIA, die künftig erweiterte Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung von Mittelschülern bietet. Mit der Richtlinie wurden vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport (SMK) die Voraussetzungen für die von der Wirtschaft seit Jahren geforderten verstärkten berufspraktischen Aktivitäten geschaffen. Sie gilt bereits für das beginnende Schuljahr und soll zügig mit Leben erfüllt werden.
Der Vorsitzende Peter Feine lädt daher insbesondere Wirtschaftsvertreter des Landkreises ein, zügig konkrete Angebote vorzubereiten, um jungen Menschen den Übergang in Ausbildung zu erleichtern. Das Treffen des Arbeitskreises dient dem fachlichen Austausch, der Initiierung gemeinsamer Aktivitäten und Abstimmung der Akteure vor Ort. Es werden ca. 50 Teilnehmer erwartet.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite. Eine Anmeldung unter peter.feine@bildungslandschaft.eu ist erwünscht.
Die einzelnen Berufsbilder und Ausbildungsbetriebe, die seit Juni 2011 im Rahmen der Aktion "Bildung im Landkreis- Dein Beruf in deiner Region" im Landkreisboten des Landkreises vorgestellt werden, können jetzt auch im Internet abgerufen werden.
Aufgrund der demografischen Entwicklung wird perspektivisch ein weiteres Absinken der Schülerzahlen erwartet. Der Landkreis will in diesem Zusammenhang seine Möglichkeiten bündeln, um Ausbildungsplätze, deren Beschulung an den Beruflichen Schulzentren unseres Landkreises erfolgen soll, zu schaffen.
In Zeiten, wo Lehrstellen mehr angeboten als nachgefragt werden, muss die Ausbildung von Fachkräften, die als Voraussetzung eine gute Ausbildungsreife "im Gepäck haben sollten", oberste Priorität haben.
Zum letzten Bildungsgipfel im Mai 2011 kündigte Landrat Michael Geisler an, mit einer Fortsetzungsreihe im Landkreisboten Berufsbilder vorzustellen und damit Interesse an den Berufen zu wecken, die zukunftsfähig sind und die unsere Wirtschaft dringend benötigt. Gleichzeitig soll damit den Unternehmen, die in diesen Berufen ausbilden, eine Plattform geboten werden, um gezielt Auszubildende zu werben. Außerdem soll dadurch etwas für den Erhalt unserer Berufsschulzentren getan werden.
Mit Schreiben vom 01.08.2011 hat sich Landrat Michael Geisler an das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport mit der dringenden Bitte um Unterstützung beim Erhalt des BSZ Technik in Pirna gewandt.
Grund seines wiederholten Appells an die Landesregierung ist, dass sich derzeit hinsichtlich der Fachklassenbildung zum Schuljahr 2011/12 dramatische Folgen für den Standorterhalt des BSZ Technik Pirna abzeichnen. Bereits in der Stellungnahme des Landkreises zur Fachklassenliste 2011/12 wurde auf die angespannte Situation hingewiesen.
Nach aktuellen Festlegungen der Sächsischen Bildungsagentur zur Fachklassenliste 2011/2012 würde das BSZ Technik Pirna mit großer Sicherheit das Berufsfeld Bautechnik verlieren. Außerdem würden in der Einrichtung keine Klassen mit Konstruktionsmechanikern gebildet werden dürfen. Damit würde auch die Ausbildung im Beruf Metallbauer am BSZ Technik in Pirna verloren gehen. Auch für den Kraftfahrzeugmechatroniker wird der Fachklassenstandort am BSZ Pirna in Frage gestellt.
Für die Entwicklung im ländlichen Raum ist es von großer Bedeutung, dass Ausbildung auch weiterhin im Beruflichen Schulzentrum für Technik Pirna stattfindet. Dies ist ein Standortfaktor für die mittelständische Wirtschaft. Der Erhalt der Fachklassen im Landkreis ist ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit der Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler. Das BSZ Technik Pirna arbeitet mit Mittelschulen zusammen, um die Schülerinnen und Schüler an die Berufe heranzuführen. Die Möglichkeit des Kennenlernens der Berufsfelder ist nicht mehr gegeben, wenn es keine Fachklassen am Standort mehr gibt.
Dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge geht es darum, die Standorte seiner Berufsschulen hier im Landkreis zu sichern.
"Die aktuelle Diskussion in Dresden im Hinblick auf die Unterbringung der Umlandschüler zeigt es: nur wenn wir unsere Interessen bündeln, können wir eine effektive Schulnetzplanung über die Landkreisgrenzen hinaus realisieren. Eine Zusammenarbeit der umliegenden Schulträger ist unentbehrlich.", so Landrat Geisler.
Er begrüßt in diesem Zusammenhang sehr, dass bezüglich der Schulnetzplanung im Bereich der Berufsschulen seit einem Jahr regelmäßig Beratungen mit den Schulträgern der Stadt Dresden, der Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen sowie der Sächsischen Bildungsagentur Dresden (SBAD) stattfinden.
Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bestehen nicht nur freie Kapazitäten in den Berufsschulzentren, hier geht es bereits um Fragen des Erhaltes des BSZ Technik in Pirna. Daher hat der Landkreis nach wie vor ein großes Interesse daran, Berufsschüler aufzunehmen, um in Dresden Kapazitäten für Grund- und Mittelschulen sowie Gymnasien zu schaffen.
Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge möchte damit neben der Sicherung seiner eigenen Berufsschulstandorte gemeinsam mit der Stadt Dresden den Weg dafür ebnen, im Rahmen der Schulnetzplanung ein Stück mehr Planungssicherheit für die Umlandschüler der Landeshauptstadt festzuschreiben.
Die Abteilung Kinder-, Jugend und Familienhilfe des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge führt auch dieses Jahr wieder in Kooperation mit dem Jugendring Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e. V. sowie der Aktion Zivilcourage e. V. Informationsveranstaltungen im Zusammenhang mit der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen in den Aufgabenbereichen der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit, des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes, der Familienförderung und der Jugendgerichtshilfe durch. Dort werden Grundkenntnisse zur Fördemittelbeantragung, insbesondere zum Verfahren im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, vermittelt.
Bewertungskommission wurde einberufen
Nachdem das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft die Bewerbungsfrist noch einmal bis zum 8. Juli 2011 verlängert hatte, stellen sich nunmehr 10 Dörfer aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge dem Wettbewerb. Das sind:
Sadisdorf - Gemeinde Schmiedeberg
Reichstädt - Große Kreisstadt Dippoldiswalde
Reinhardtsgrimma - Stadt Glashütte
Heeselicht - Stadt Stolpen
Cunnersdorf - Stadt Hohnstein
Altendorf, Lichtenhain, Mittelndorf, Ottendorf und Saupsdorf - Gemeinde Kirnitzschtal
Welches Dorf die besten Zukunftsaussichten hat, darüber wird nun die von Landrat Michael Geisler berufene Bewertungskommission des Landkreises urteilen, die heute zu ihrer ersten Beratung zusammenkam.
Landrat Michael Geisler zeichnete die besten Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahres 2011 aus.
Am 7. Juli 2011 lud Landrat Michael Geisler die jahrgangsbesten Abiturienten, Fachabiturienten und Absolventen der Mittelschulen nach Schloss Weesenstein ein, um sie für ihre herausragenden Leistungen auszuzeichnen. Die Mädchen und Jungen halten ein Abschlusszeugnis mit einem Notendurchschnitt von 1,2 oder besser als "Eintrittskarte in ein erfolgreiches Berufsleben" in der Hand. Der Veranstaltung wohnten auch die Eltern der Schülerinnen und Schüler sowie die Schulleiter bei. Die sommerlichen Temperaturen und die Kulisse des Schlosses gaben der Feierstunde einen zusätzlichen würdigen Rahmen.
Landrat Michael Geisler gratulierte den Absolventen ganz herzlich und zeichnete sie mit einer aus Sandstein gefertigten "Super Eins" aus.
"Ergreifen Sie nun Ihre Chancen und gestalten Sie Ihre Zukunft nach Ihren Vorstellungen. Bewahren Sie sich Ihren Wissensdurst! Wer offen, neugierig und interessiert bleibt, wird nicht nur erfolgreich sein, sondern auch Erfüllung finden in seinem Beruf und in seinem Leben.", so Landrat Geisler.
Er wünschte den jungen Menschen, dass sie mit dem Start in das Berufsleben viele Erfahrungen sammeln und ihre Wertvorstellungen festigen können. "Ich wünsche mir aber auch, dass viele von Ihnen in unserer Region bleiben oder wieder in die Heimat zurückkommen. Die demografische Entwicklung hat künftig zur Folge, dass qualifizierte Fachkräfte hier im Landkreis gesucht werden.", betonte Landrat Geisler.
Für die Absolventen ist die Schulzeit nun beendet. Nach den Sommerferien beginnt für sie eine neue Lebensetappe.
Die Regionalkonferenz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und des Landespräventionsrates war ein voller Erfolg
"Stark fürs Leben - Lebenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen fördern und stärken!" war das Thema der gemeinsamen Regionalkonferenz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und des Landespräventionsrates, die am 29.06.2011 im Beruflichen Schulzentrum Technik in Pirna stattfand.
Landrat Michael Geisler eröffnete die Konferenz im BSZ Technik Pirna. "Lebenskompetenzen braucht man ein Leben lang, um Herausforderungen des Alltags erfolgreich zu meistern. Jeder Mensch muss über entsprechende soziale, emotionale und kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügen. Diese Kompetenzen werden niemanden in die Wiege gelegt. Sie gilt es zu erwerben, zu erlernen und zu fördern. Seien Sie dabei: machen Sie unsere Kinder und Jugendliche stark fürs Leben.", so der Appell von Landrat Geisler in seinem Grußwort.
Sven Forkert, Geschäftsführer des Landespräventionsrates im Freistaat Sachsen, moderierte die Regionalkonferenz. Der Einladung zu dieser Veranstaltung waren 140 Vertreter von Kommunen, Schulen, Kindertagesstätten und freien Trägern sowie interessierte Eltern gefolgt. Im Fokus der Veranstaltung stand die Vermittlung von Lebenskompetenzen an Kinder und Jugendliche.
Mit Herrn Professor Dr. Udo Rudolph von der TU Chemnitz und mit Frau Dr. Simone Menz von der TU Dresden konnten hervorragende Impulsreferenten gewonnen werden.
ILE Regionen Sächsische Schweiz und Silbernes Erzgebirge müssen bei der Projektauswahl Prioritäten setzen
Seit 2008 können Maßnahmen, die der Stärkung des ländlichen Raumes dienen, mit Fördermitteln aus der Richtlinie zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (RL ILE/2007) unterstützt werden. Dazu gehören beispielhaft Vorhaben im gewerblichen Bereich, die Unterstützung der Ansiedlung junger Familien im ländlichen Raum im Rahmen einer Umnutzung leerstehender Gebäude zu Wohnraum, aber auch der Ausbau kommunaler Straßen oder die Verbesserung der dörflichen Grundversorgungs- und Gemeinschaftseinrichtungen.
Seit Beginn der Förderperiode konnten im Landkreis Investitionen von ca. 70 Mio. EUR mit ca. 31 Mio. EUR Fördermitteln unterstützt werden. Im Landkreisgebiet gibt es die zwei ILE Regionen Sächsische Schweiz und Silbernes Erzgebirge.
Zur Umsetzung ihrer in den regionalen Entwicklungskonzepten verankerten Ziele erhalten die Regionen ein jährliches Fördermittelvolumen. Die Auswahl der zu fördernden Vorhaben treffen dabei die Koordinierungskreise, die von Vertretern der Wirtschaft, der Sozialpartner und der Gemeinden aus der Region gebildet werden.
Erweiterung der Fördermöglichkeiten macht neue Prioritätensetzung erforderlich. Nunmehr wurden die Möglichkeiten der RL ILE/2007 um die Modernisierung oder den Neubau bzw. Ergänzungsbau von Schulgebäuden, Schulsporthallen, Schulsportaußenanlagen und Kindertageseinrichtungen erweitert und das Gesamtfördermittelvolumen um ca. 10 Mio. EUR (im Landkreisgebiet) erhöht.
Der Bedarf dafür übersteigt die verfügbaren Fördermittel in den Regionen deutlich. Hier werden deshalb die Bedeutung der einzelnen Projekte und ihre Wirkung für die Entwicklung in der Region noch stärker bewertet werden müssen. Die Regionen werden die Belange und Anforderungen an eine ausgewogene Bildungslandschaft für die Kinder auch den Interessen von Unternehmen oder jungen Familien und der sonstigen Entwicklung in den Orten gegenüberstellen müssen. Damit verbunden wird auch die Ablehnung verschiedener Projekte einhergehen müssen.
Unter den geänderten Bedingungen erarbeiten die Regionen neue Auswahlkriterien, die die Entscheidungen der Koordinierungskreise der Regionen transparent machen und den Projektträgern in den Regionen einen Handlungsgrund geben können.
Derzeit lässt Landrat Michael Geisler gemeinsam mit den beiden Regionalmanagerinnen Frau Funke und Frau Dörfelt eine Verfahrensweise erörtern, die die Besonderheiten der Regionen und die Verantwortung des Landkreises für eine abgestimmte planmäßige Entwicklung im ländlichen Raum insbesondere im Bereich der Standorte der Schulen und der Kindertageseinrichtungen im Landkreis unter dem Aspekt der begrenzt verfügbaren Fördermittel beachtet.
"Trotzdem soll die bisherige Unterstützung beispielhafter Vorhaben im gewerblichen und privaten Bereich im Rahmen der verfügbaren Mittel weitergeführt werden.", so Landrat Michael Geisler.
Die Wirtschaftsinitiative "Sächsische Schweiz" e. V. und die Industrie- und Handelskammer Dresden luden am 16. Juni 2011 zum 21. Unternehmerstammtisch auf die Burg Stolpen in die Kornkammer ein, der auch Landrat Michael Geisler gern gefolgt war. Thema des Abends war "Regionalität als Bestandteil der Unternehmensstrategie".
Nach dem Motto "Es ist besser ein local hero zu sein als ein global loser" (Mathias Binswanger) erläuterte Referentin Frau Dr. Katrin Exner, Geschäftsführerin der diamonds network GmbH Dresden, die Vorzüge regionaler Geschäftsbeziehungen im Vergleich zu ausschließlich globalisierten Netzwerken. "Eine klare Positionierung zur Region kann gerade für kleine und mittlere Unternehmen deutliche Erfolgspotentiale und Abgrenzungen zu Mitwettbewerbern bieten.", so Dr. Exner.
Am 7. Juni 2011 kamen auf Einladung von Landrat Michael Geisler im Berghotel und Panoramarestaurant Bastei, dem Gewinner des Pokals der Gastlichkeit 2010 in der Kategorie "Hotel", Unternehmer aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zusammen, um sich zum 5. Unternehmerabend zu treffen.
Die Teilnehmer der Runde, die aus allen Teilen des Landkreises kamen, tauschten zum Thema "Demografie - Was kommt da auf uns zu?" ihre unterschiedlichen Sichtweisen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Region aus.
Man war sich einig darüber, dass die schon eingesetzte Entwicklung am Arbeitsmarkt Anlass zum Umdenken der Unternehmen hinsichtlich der Gewinnung und Gesundhaltung der Arbeitsnehmer sein muss.
Die sogenannte "Work-Life-Balance", ein Zustand, in dem Arbeit und Privatleben miteinander in Einklang stehen, wird in Zukunft mehr an Bedeutung gewinnen, um junge und qualifizierte Arbeitnehmer in die Unternehmen zu holen. In diesem Zusammenhang müssen für nachgefragte Arbeitskräfte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Kinderbetreuung, sowie individuelle Arbeitszeitmodelle möglich sein sowie firmeninterne Anreizsysteme geschaffen werden.
Einig war sich die Gesprächsrunde auch darüber, dass wegen der längeren Lebensarbeitszeit die Gesunderhaltung der Mitarbeiter zukünftig mehr in den Fokus gestellt werden muss. Arbeitsplätze sollten perspektivisch mehr auf die Bedürfnisse der älteren Generation zugeschnitten werden.
Außerdem wird die Gestaltung eines attraktiven Umfeldes unserer Region von elementarer Bedeutung dafür sein, ob die Jugendlichen im Landkreis bleiben, gern wieder in den Landkreis zurückkommen und Neuzuzüge junger Familien erfolgen. Hier spielen die Infrastruktur, wie der ÖPNV sowie Schul- und Kindertagesstättenstandorte eine tragende Rolle.
"Wir müssen die Sprache der Jugendlichen sprechen, um deren Bedürfnisse zu erfahren.", so Landrat Michael Geisler zum Unternehmerabend. Er spricht in diesem Zusammenhang an, dass auch der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit einem eigenen Profil im Internet-Netzwerk ?Facebook? vertreten ist.
Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist ab sofort mit einem eigenen Profil im Internet-Netzwerk "Facebook" vertreten. Insbesondere über die aktuellen Pressemitteilungen informiert das Landratsamt auf dieser Seite.
Der Landkreis ist sehr am Dialog mit anderen Nutzern des Netzwerkes interessiert. Ziel ist es, mehr Bürgernähe durch moderne Dienstleistung herzustellen.
Seit Programmbeginn 2008 wurden im Landkreis Bewilligungen in Höhe von ca. 31 Mio. Euro sowohl für Projekte privater Antragsteller, von Unternehmen, von Vereinen als auch von Kommunen erteilt.
Für das Jahr 2011 können den ILE-Regionen Silbernes Erzgebirge und Sächsische Schweiz im Gebiet des Landkreises wiederum ca. 12,4 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung stehen, wenn diese Gelder bis zum 30.09.2011 für Projekte im Sinne der Förderrichtlinie ausgegeben werden. Zusätzlich zu diesen Fördermitteln werden in diesem Jahr ca. 12 Mio. Euro für bereits bewilligte Maßnahmen zur Auszahlung kommen.
Im laufenden Jahr konnten bisher für insgesamt ca. 4 Mio. Euro bereits Zuwendungsbescheide verschickt werden. Im Umfang von ca. 6 Mio. Euro befinden sich weitere Anträge in laufender Bearbeitung. In den ILE Regionen wurden darüber hinaus Projekte positiv befürwortet und zur Bewilligung empfohlen, jedoch noch nicht beantragt.
Um die in Aussicht gestellten Mittel für Projekte im Landkreis rechtzeitig zur Verfügung stellen zu können, müssen Förderanträge sehr bald und vollständig in der Behörde vorliegen. Für Anträge, die nicht rechtzeitig bei der Behörde eingehen, kann auch bei Vorliegen aller anderen Fördervoraussetzungen eine Bewilligung nicht gewährleistet werden. Grundlegende Voraussetzung für eine Antragsstellung ist weiterhin die positive Bestätigung der jeweiligen ILE-Region.
Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge veranstaltete zweiten Bildungsgipfel in Freital
Am 24. Mai 2011 fand im Beruflichen Schulzentrum in Freital der zweite Bildungsgipfel statt. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge setzt damit eine Veranstaltungsreihe mit dem Ziel fort, neue Zukunftswege in der Bildungslandschaft Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu erschließen.
Teilnehmer des Bildungsgipfels waren Landrat Michael Geisler, der Oberbürgermeister der Stadt Dippoldiswalde, Vertreter der Städte Pirna und Freital, das Sächsische Staatsministerium für Kultus, die Sächsische Bildungsagentur Regionalstelle Dresden, die Schulleiter der Beruflichen Schulzentren, Kreisräte sowie der Bildungsausschuss des Landkreises, Vertreter der Landkreisverwaltung, die Agentur für Arbeit, die IHK und Vertreter der Berufssparten, die Handwerkskammer und Innungsmeister, Vertreter der Gewerbevereine sowie Vertreter des Kreiselternrates und Kreisschülerrates sein.
Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge will Standorte seiner Berufsschulen sichern
Aufgrund der demografischen Entwicklung wird perspektivisch ein weiteres Absinken der Schülerzahlen erwartet. Der Landkreis will in diesem Zusammenhang seine Möglichkeiten bündeln, um Ausbildungsplätze, deren Beschulung an den Beruflichen Schulzentren unseres Landkreises erfolgen soll, zu schaffen.
In Zeiten, wo Lehrstellen mehr angeboten als nachgefragt werden, muss die Ausbildung von Fachkräften, die als Voraussetzung eine gute Ausbildungsreife "im Gepäck haben sollten", oberste Priorität haben.
Landrat Michael Geisler appellierte auf dem zweiten Bildungsgipfel an alle Akteure im Landkreis: "Ich biete jedem an mitzutun. Es ist kein Thema so fern, als das man es nicht diskutieren könnte. Das was machbar ist, um Ausbildung und die Berufsschulzentren unseres Landkreises zu sichern, sollte hier vor Ort versucht werden. Wir müssen aktiv darin werden, Berufsfelder vorzustellen und Interesse an Berufen zu wecken." Er versprach, künftig im Amtsblatt des Landkreises mit gutem Beispiel voran zu gehen und eine Informationsreihe "Vorstellung von Berufsfeldern im Landkreis" zu starten.
Die Teilnehmer des Bildungsgipfels sprachen sich mehrheitlich dafür aus, dass zukünftig eine landkreisübergreifende Schulnetzplanung und ein Denken im wirtschaftsgeografischen Rahmen erforderlich sein wird.
"Mit größter Besorgnis verfolge ich den Prozess der Zentralisierung und damit die Verlagerung von Berufsfeldern aus unserem Landkreis in die Landeshauptstadt Dresden. Für die Entwicklung im ländlichen Raum ist es von großer Bedeutung, dass Ausbildung auch weiterhin in unseren Beruflichen Schulzentren stattfindet. Der Erhalt der Berufsfelder ist ein wichtiger Standortfaktor für die mittelständische Wirtschaft und ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit der Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler.", so Landrat Michael Geisler.
Ziel des Landkreises ist es, für die Landkreise Berufsfelder mit Alleinstellungsmerkmalen zu finden, um die Standorte vor Ort zu sichern. Ein Alleinstellungsmerkmal ist dann gegeben, wenn es das Berufsfeld zum Beispiel nur im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und nicht mehr in der Landeshauptstadt bzw. im Landkreis Meißen gibt.
Landrat Michael Geisler kündigte an, dass es im Landkreis auch in Zukunft mindestens einen Bildungsgipfel im Kalenderjahr geben wird. In vier Regionalkonferenzen (Pirna, Freital, Dippoldiswalde und Sebnitz) sollen die örtlichen Akteure animiert und angeregt werden, auf Gemeindeebene Schule, Wirtschaft und Verwaltung zusammenzuführen. 2012 soll mit monatlichen Veranstaltungen thematisch und regional gegliedert das "Jahr der Ausbildung" werden.
Neben dem IMPRO-Verband und der DEHOGA sollen auch andere Branchen Netzwerke entwickeln, die sich mit Fachkräftegewinnung und Ausbildung beschäftigen.
Die mediale Darstellung der unterschiedlichen Berufsbilder wird künftig mehr in den Mittelpunkt gerückt. So wird u. a. im Amtsblatt des Landkreises - dem Landkreisboten - in jeder Ausgabe ein Ausbildungsberuf vorgestellt. Geplant ist außerdem, gemeinsam mit der Wirtschaft ein Koordinationsbüros "Schule - Wirtschaft" aufzubauen. Für die Berufsschulen sollen spezielle Profile entwickelt werden, die den Landkreis als attraktiven Ausbildungsstandort ausweisen.
"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." Mit den Worten von Henry Ford fordert Landrat Geisler alle Akteure vor Ort auf, die Herausforderung der Veränderung anzunehmen.
Die Steuergruppe des Forums Wirtschaft und Arbeit befasste sich in seiner Sitzung am 13.05.2011 mit dem bereits im Wirtschafts- und Vergabeausschuss des Landkreises verabschiedeten Leitbild "Berufs- und Studienorientierung" mit ergänzendem Handlungskonzept. Zur Umsetzung der Konzeptionen und gleichzeitigen Bündelung aller Aktivitäten im Bildungsbereich des Landkreises soll ein Koordinierungsbüro zusammen mit der Arbeitsagentur eingerichtet werden.
Im März 2011 hat das Staatsministerium für Kultus und Sport dem Landkreis sein Anhörungsrecht laut Schulgesetz für den Freistaat Sachsen (SchulG) im Hinblick auf die vorläufige Fachklassenliste des Schuljahres 2011/2012 eingeräumt.
Der Landkreis nahm die Möglichkeit zur Stellungnahme wahr. Landrat Michael Geisler betonte in diesem Zusammenhang, dass grundsätzlich in den nächsten Jahren die Probleme zur Klassenbildung in den Beruflichen Schulzentren weiter bestehen bleiben werden. Er bat das Staatsministerium deshalb eindringlich darum, kleine Klassen zuzulassen, um damit zumindest temporär Fachklassenstandorte zu erhalten.
"Mit größter Besorgnis verfolge ich den Prozess der Zentralisierung und damit die Verlagerung von Fachklassenstandorten in die Landeshauptstadt Dresden.", so Landrat Geisler.
In der Stellungnahme des Landkreises zur vorläufigen Fachklassenliste wird deshalb darauf eingegangen, wie wichtig es für die Entwicklung des ländlichen Raumes ist, dass Ausbildung auch weiterhin in den Beruflichen Schulzentren des Landkreises stattfindet. Dies ist ein wichtiger Standortfaktor für die mittelständische Wirtschaft. Der Erhalt der Fachklassen im Landkreis ist elementar für die Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler. Die Berufsschulzentren arbeiten mit den Mittelschulen zusammen, um die Schülerinnen und Schüler an die Berufe heranzuführen. Diese Möglichkeit wäre nicht mehr gegeben, wenn es keine Fachklassen an den Standorten mehr gibt.
Landrat Geisler appelliert an das Staatsministerium, sich bei der Vorbereitung künftiger Entscheidungen, die aufgrund sinkender Schülerzahlen anstehen werden, unbedingt für den Erhalt von Fachklassen an den Berufsschulzentren des Landkreises einzusetzen.
Die bekannte Kinderbuchfigur stand seinerzeit Pate bei der Namenswahl für die Förderschule für Erziehungshilfe in Pirna. Struwwelpeter ist schon lange täglicher Begleiter der Kinder, denn den Namen des Erschaffers "Dr. Heinrich Hoffmann", einem Frankfurter Arzt, hatte die Schule bereits vor dem Neubau.
Am 12. April 2011 wurde die neue Förderschule für Erziehungshilfe feierlich eingeweiht. "Die vielen Interimslösungen haben heute nun endlich ein Ende. Und das ist gut so.", brachte Landrat Michael Geisler die lange Geschichte bis zur Realisierung des Baus einer neuen Schule auf den Punkt.
Möglich geworden war der Neubau auch durch das Konjunkturpaket II und den damit zur Verfügung stehenden Fördermitteln. Die Kosten für den Bau betrugen insgesamt 6,25 Mio. Euro, davon wurden 4,63 Mio. Euro gefördert.
Der erste Spatenstich erfolgte im September 2009. In den Februarferien 2011 konnten die Kinder in das neue Schulgebäude umziehen.
Nun lernen insgesamt 120 Schüler in diesem Ersatzneubau. Unterrichtet und begleitet werden sie von 18 Lehrern, 7 pädagogischen Unterrichtshilfen und zwei technischen Kräften.
Schulleiter Stefan Lustig ist begeistert vom neuen Gebäude. "Ein großer Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen.", freut er sich über optimale Lehr- und Lernbedingungen. Mit Herzblut vertritt er "seine" Schule, die im Rahmen der COMENIUS-Schulpartnerschaft erfolgreich mit anderen europäischen Partnern zusammenarbeitet.
Die teilweise widrigen Witterungsbedingungen während des Baus sind nun nahezu vergessen. Allen direkt und indirekt Baubeteiligten an diesem Projekt gilt ein großes Dankeschön.
Die Macht der Kommunikationskraft und Selbstmotivation
"Wissen, gestalten, vernetzen", das war das Thema des traditionellen Wirtschaftstages 2011 am 07.04.2011 im Stadtkulturhaus Freital, zu dem Landrat Michael Geisler eingeladen hatte.
340 Teilnehmer folgten gespannt den Denkanstößen der Gastreferenten René Borbonus sowie Dr. med. Stefan Frädrich mit Timo Wuerz.
Rhetorische Tipps, wie eine Rede bis zum Schlusssatz spannend bleibt, sowie Anregungen dazu, wie der Kampf gegen den "inneren Schweinehund" tatsächlich erfolgreich sein kann, standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Auf unterhaltsame Weise erlebten die Teilnehmer, wie komplexe Zusammenhänge logisch und rhetorisch so aufgearbeitet werden können, dass sie beim Zuhörer ankommen, überzeugen und nachhaltig wirken.
"Die Macher dürfen sich freuen. Wenn man den Stimmen in der Pause und nach Ende des Wirtschaftstages in Freital glauben darf, dann war der Abend ein voller Erfolg.", so Landrat Michael Geisler.
"Sie sind so gut, wie wir sie machen." - Berufs- und Studienorientierung für Schulabgängerinnen und Schulabgänger im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
1. Frühjahrstagung des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft im März in Stolpen
Unter den Themenschwerpunkten "Rückblick Arbeitskreis Schule-Wirtschaft" und "Lehrerbetriebspraktikum" fand am 09.03.2011 das Frühjahrstreffen des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge statt. Rund 40 Akteure aus Schule, Wirtschaft, Verwaltung und Jugendhilfe kamen dazu in der Mittelschule Stolpen zusammen. Sie tauschten sich gemeinsam im Rahmen eines "World-Cafés" zur bisherigen Arbeit und Wirkungsweise des Arbeitskreises aus und diskutierten Möglichkeiten zur Einführung eines Lehrerbetriebspraktikums in der Region.
Weiterführende Informationen sowie Aktuelles zum Arbeitskreis Schule-Wirtschaft sind unter www.bildungslandschaft.eu zu finden. Das nächste Treffen findet im Herbst 2011 statt.
2. Veröffentlichung 3. Elternbrief "Zwischen Schule und Arbeitswelt" im Januar 2011
Zu Beginn des neuen Jahres hat das Regionale Übergangsmanagement des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Pirna einen neuen Elternbrief zur Berufsorientierung herausgebracht. Die nunmehr dritte Ausgabe wurde mit einer Auflage von 350 Stück gedruckt und im Landkreis über die Berufsberater der Agentur verteilt.
Im Mittelpunkt der dritten Ausgabe des landkreisweiten Informationsblattes stand "Schau rein! - Die Woche der offenen Unternehmen Sachsen", die vom 14. bis 19.03.2011 auch in unserer Region stattfand. Darüber hinaus informierte der Elternbrief über die Angebote der Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Pirna im ersten Quartal 2011 und wies auf regionale Veranstaltungstermine hin. Dieser Elternbrief ist für Eltern, Schüler und alle weiteren Interessierten bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Pirna kostenlos erhältlich und kann auch auf www.bildungslandschaft.eu unter der Rubrik ?Eltern? abgerufen werden.
3. Maßnahmekatalog für Angebote der Berufsorientierung aktualisiert
Das Regionale Übergangsmanagement des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat seinen Katalog der regionalen Übergangsaktivitäten Schule-Beruf vollständig überarbeitet. Der aktualisierte Maßnahmekatalog für Angebote der Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und Jugendberufshilfe steht allen Fachkräften aus Jugendarbeit, Wirtschaft und Verwaltung, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrern sowie allen weiteren Interessierten auf der Homepage www.bildungslandschaft.eu kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung.
Der Maßnahmekatalog ist eine Zusammenstellung von mehr als 80 Angeboten und Projekten aus dem Übergangsfeld Schule-Beruf, die von den ca. 50 Trägern und Vereinen der Jugendarbeit mit Schülerinnen und Schülern im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge durchgeführt werden.
Nun steht er endlich: der lang ersehnte Ersatzneubau der Förderschule für Lernförderung. In einem modernen und schönen Schulgebäude, das beste Lernbedingungen für unsere Schüler bietet, konnte nach den Winterferien der Unterricht aufgenommen werden. Am 29.03.2011 fand nun die offizielle Einweihungsfeier statt.
Landrat Michael Geisler ist die Freude, dass die Schule nun endlich fertig ist, deutlich anzusehen: "Heute stehen wir nun an der Ziellinie, und ich weiß es durchaus zu schätzen, dass das Projekt dem ein oder anderen ein "paar graue Haare mehr" beschert hat.", weiß er um die Anstrengungen, die alle Beteiligten in den vergangenen Monaten und Jahren auf sich genommen haben.
Voller Freude und Stolz nimmt Schulleiterin Frau Iris Stenzel den großen symbolischen Schlüssel aus den Händen des Landrates entgegen. Mit den Worten: "Jetzt ist es unsere Schule!" steckt die Schulleiterin auch alle Schüler und Gäste mit der Begeisterung über das wunderschöne Schulgebäude an.
"Dieser Ersatzneubau hat meines Erachtens Signalwirkung. Wenngleich heute viel über Inklusion gesprochen wird, bin ich der Überzeugung, dass es ursächlich um eines gehen muss: die richtige Schule für die richtigen Schüler.", so Landrat Geisler.
Allen Baubeteiligten gilt ein großes Dankeschön. Möge die Schule auf dem Sonnenstein schnell wieder ihre Heimat finden.
Bereits seit August 2009 besuchen Mitarbeiterinnen des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Rahmen eines vom Freistaat Sachsen geförderten Projektes zum präventiven Kinderschutz alle Eltern nach der Geburt ihres Kindes.
Der Projektname "Herzlich willkommen im Leben" ist zugleich die Botschaft, die den Eltern und ihren Neugeborenen vermittelt werden soll.
Die Mitarbeiterinnen informieren individuell über behördliche und regionale Unterstützungs- bzw. Freizeitangebote und sind Ansprechpartner für alle Anliegen rund um Kind(er) und Familie. So können bestehende Fragen oder Unsicherheiten in den Gesprächen von den Mitarbeitern aufgegriffen und zeitnah sowie unbürokratisch geklärt oder Unterstützung vermittelt werden. Auch nach den Hausbesuchen werden die geknüpften Kontakte zum Landratsamt von den Familien zunehmend gern und oft genutzt.
Im Jahr 2010 konnten insgesamt 1341 Familien besucht werden. Die Erfahrungen der Mitarbeiterinnen des Projektes haben gezeigt, dass bei Familien mit Erstgeborenen ein höherer Informationsbedarf besteht als bei Familien mit Geschwisterkindern.
Neues Profil für die Jugendhilfeplanung im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Die Kürzung der Jugendpauschale des Freistaats Sachen war im vergangenen Jahr Anlass, Leistungen nach den §§ 11 ? 14 und 16 Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) in der laufenden Jugendhilfeplanung vorzuziehen. Mit dem sozialräumlichen Planungsansatz und einem leistungsübergreifenden Angebot seitens der einzelnen Träger vor Ort gelang es, die Folgen rückläufiger Haushaltsmittel einzudämmen. Die Förderung konnte transparent und anhand nachvollziehbarer Kriterien an die Träger verteilt werden.
Am Dienstag, dem 15. März 2011, fand auf Einladung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit allen Fachkräften, die im Landkreis nach §§ 11-14, 16 SGB VIII arbeiten, ein Workshop "Jugendhilfeplanung" statt. Herr Dr. Rudolph (TU Dresden) referierte zur Einbindung des Expertenwissens der Träger. Jugendhilfe müsse ihr Profil und damit ihr Bild in der Öffentlichkeit stärken. Jugendhilfe könne einen wesentlichen Beitrag leisten, jungen Menschen die Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen. In anschließenden Arbeitsgruppen wurde von den rund 50 Teilnehmern des Workshops der Rahmen der mit der Bedarfsermittlung in den Planungsräumen zu erhebenden Daten definiert.
Der Workshop war der Auftakt dafür, Jugendhilfeplanung im Landkreis zukünftig nach einem neuen, klarer strukturierten Verfahren zu realisieren. Dabei soll es im Rahmen der Planungsphasen zu einer noch stärkeren Beteiligung der Kommunen sowie der Akteure in den Planungsräumen kommen.
Die Vertreter des Landratsamtes würdigten im Rahmen des Workshops die bisher erreichten Ergebnisse des Vorjahres und mahnten einen Abschluss der Jugendhilfeplanung vor der Entscheidung über den nächsten Haushalt in der zweiten Jahreshälfte 2012 an. Die Bewertung der bisher erzielten Erfolge sei wichtig. Sie bildet den Ausgangspunkt für die weitere Definition der Grundlagen, nach denen zukünftig Jugendhilfeplanung im Landkreis realisiert werden soll.
Der Bedarfsplan für Kindertageseinrichtungen und Plätzen in der Tagespflege wurde für den Zeitraum vom 01.08.2011 bis 31.07.2012 vom Jugendhilfeausschuss für verbindlich erklärt und beschlossen.
Entsprechend § 80 SGB VIII sowie § 8 SächsKitaG ist dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe die Pflicht auferlegt, im Rahmen seiner Gesamtverantwortung die Planung der erforderlichen Plätze in Kindertageseinrichtungen bzw. Kindertagespflege vorzunehmen und jährlich zum Ende des Kalenderjahres fortzuschreiben.
Im Vorfeld der Erarbeitung dieser Planungsunterlagen fanden Konsultationen mit den Kommunen statt, um einen Konsens zwischen Kommunen, freien Trägern und dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe zur Bereitstellung der erforderlichen Plätze in Tageseinrichtungen sowie Kindertagespflege herzustellen.
Der Wirtschafts- und Vergabeausschuss nimmt das Leitbild zur Gestaltung einer effektiven Berufs- und Studienorientierung im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zur Kenntnis und stimmt dessen Grundprinzipien und Anliegen zu.
Das Leitbild soll den zukünftigen Handlungsrahmen aller Akteure aus Schule, Wirtschaft, Jugendhilfe, Verwaltung und Politik für Strategien und operatives Handeln bilden und wird vom Handlungskonzept "Fit in den Beruf" flankiert.
Berufs- und Studienorientierung (BO/StO), die Berufswahl und der Einstieg in den Arbeitsmarkt sind ein umfassender Prozess. Dieser muss frühzeitig beginnen und bedarf aufgrund seiner Komplexität vielfältiger Unterstützungsangebote. Vor diesem Hintergrund gibt es im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge eine breite Palette schulbegleitender und schulergänzender Angebote verschiedenster Einrichtungen und Vereine für junge Menschen in allen Lebenssituationen. Diese Vielfalt sichert sowohl direkte als auch alternative Wege der schulischen Bildung sowie Möglichkeiten der beruflichen Orientierung, Qualifizierung und Integration. Sie schafft aber gleichermaßen einen hohen Grad an Unübersichtlichkeit und Unsicherheit unter Akteuren und Adressaten.
Bereits in der Jugendkonferenz 2007 wurde daher der Ruf nach einer entsprechenden Koordinierungsstelle laut. Mit dem Regionalen Übergangsmanagement (RÜM) aus dem Programm "Perspektive Berufsabschluss" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat der Landkreis seit 2008 eine zentrale Koordinierungsstelle geschaffen, die sich als Instrument kommunal verantworteter Abstimmung von Aktivitäten am Übergang Schule-Beruf und zur Einhaltung gemeinsam vereinbarter Qualitätsstandards versteht.
Die "Vereinbarung zur Zusammenarbeit der Sächsischen Staatsregierung und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Sachsen für den Bereich der Berufs- und Studienorientierung" ist dabei grundlegend. Die daraus hervorgehende Sächsische Strategie basiert auf verbindlichen Elementen, die zur Bündelung von Akteuren, Strukturen und Aktivitäten in der BO/StO beitragen sollen. Die Umsetzung in den einzelnen Regionen ist dabei im Wesentlichen von der lokalen Bildungslandschaft abhängig. Das RÜM als Koordinierungsstelle nimmt hier eine zentrale Rolle ein und setzt die strategischen Vorgaben des Freistaates unter Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort um.
Mit der gegenwärtigen Erarbeitung eines Leitbildes zur effektiven Gestaltung der Berufs- und Studienorientierung und einem ergänzendem Handlungskonzept "Fit in den Beruf" setzt der Landkreis dabei einen Meilenstein in der lokalen Bildungspolitik. Es bildet künftig den Rahmen für Strategien und operatives Handeln und unterstützt den gemeinsamen, zielgerichteten Arbeitsprozess aller Beteiligten. Mit dem Handlungskonzept unterstreicht der Landkreis die Notwendigkeit eines kontinuierlichen, transparenten Abstimmungsprozesses "aus einer Hand" mit Leistungsträgern vor Ort, um die Qualität der Angebote der Jugendhilfe zu sichern.
Zweites Schulhalbjahr beginnt für die Förderschule zur Lernförderung und die Förderschule für Erziehungshilfe in Pirna in neuen Räumen
Insgesamt ca. 280 Schüler der Förderschule zur Lernförderung und der Förderschule für Erziehungshilfe können ab Montag, den 28.02.2011, ihr neues Domizil beziehen.
Landrat Michael Geisler freut sich, dass beide Schulen, deren Träger der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist, pünktlich nach den Winterferien den Schulbetrieb aufnehmen können.
Neben dem Ersatzneubau der Schule zur Lernförderung auf der Remscheider Straße 62 in Pirna wurde auch die Sporthalle saniert, eine Solaranlage erbaut und die Außenanlagen neu und behindertengerecht gestaltet. Das Vorhaben konnte aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaates Sachsen gefördert werden.
Die Schule für Erziehungshilfe hat seinen Sitz nun auf der Reutlinger Straße 31 in Pirna. Dem Ersatzneubau folgten ebenso die Errichtung einer Solaranlage sowie die schülergerechte Gestaltung der Außenanlagen. Der Landkreis konnte auch bei diesem Vorhaben auf EFRE- und Landesfördermittel zurückgreifen.
Aufruf des Landrates zur weiteren Stärkung der beruflichen Schulstandorte im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Die demografische Entwicklung der letzten Jahre wirkt nunmehr auf die Beruflichen Schulzentren des Landkreises. Zunehmend gibt es derzeit Probleme bei der Klassenbildung. Das heißt, die vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport vorgegebene Mindestschülerzahl wird nicht erreicht. In den meisten Fällen werden folglich die Klassen in den Landkreisschulen aufgelöst und im Oberzentrum Dresden konzentriert. Das führt zur Reduzierung des Bildungsangebots im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
"Die beruflichen Schulstandorte des Landkreises müssen auch bei sinkenden Schülerzahlen gesichert werden. Um bestandsfähige Berufliche Schulzentren im Landkreis zu schaffen, ist die Unterstützung von Industrie, Handwerk, Wirtschaft und des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport dringend notwendig. Der Landkreis kann diese Aufgabe nicht allein bewältigen.", so Landrat Michael Geisler.
Es ist notwendig, dass die Unternehmen unseres Landkreises Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Ziel muss es sein, dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und ein weiteres Ausdünnen der Fachklassen zu verhindern.
Weiterhin wird an die Unternehmen des gesamten Landkreises appelliert, ihre Auszubildenden in den sehr gut ausgestatteten Beruflichen Schulzentren des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge anzumelden. Eine Berufsschulanmeldung in Dresden fördert die weitere Konzentration von Fachklassen in der Landeshauptstadt und gefährdet folglich den Bestand der Berufsschulen des Landkreises.
Ab dem Jahr 2014 ist aufgrund des Anstieges der Absolventenzahlen der allgemeinbildenden Schulen wieder eine bessere Auslastung der Beruflichen Schulzentren zu erwarten. Bis dahin müssen die Profile der Beruflichen Schulen im Landkreis erhalten werden. Andernfalls stehen in den nächsten Jahren weder die personellen noch die materiellen Ressourcen zur Verfügung, um eine bedarfsgerechte Berufsausbildung im Landkreis zu sichern.
Die zunehmende Ausdünnung der Fachklassen an den Beruflichen Schulzentren war erst am 11.02.2011 ein Thema der Landrätekonferenz in Dresden, zu der die Landräte auch Kultusminister Prof. Dr. Roland Wöller eingeladen hatten. Der Minister sah vordergründig die Wirtschaft und die Schulträger in der Verantwortung, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
Schwerpunkt der Landrätekonferenz am 11.02.2011 war das Thema Bildung. Dazu hatten die Landräte Kultusminister Prof. Dr. Roland Wöller zum Gespräch eingeladen. Es ging u.a. um die Themen Schulmoratorium und Schulnetzplanung, um Fachklassenbildung an Beruflichen Schulzenzentren (BSZ), um Inklusion in Sachsen und damit um die Zukunft der Förderschulen.
Zu der Problematik der zunehmenden Ausdünnung der Fachklassen an den BSZ und der damit verbundenen Konzentration der Schüler in den kreisfreien Städten sah der Minister vordergründig die Wirtschaft und die Schulträger in der Verantwortung. Landrat Michael Geisler ist sich in seinem Landkreis mit den Vertretern der Wirtschaft einig: er forderte das Ministerium auf, steuernd in die Fehlentwicklung einzugreifen.
Das Schulmoratorium gilt, wie es in der Verlautbarung der Regierungskoalition zum Ausdruck kam, nicht für die Schulnetzplanung. Die Schulnetzplanung hat auf der Grundlage des geltenden Rechts zu erfolgen und würde von der Schulaufsicht auch so bewertet werden.
Bezüglich der Situation der Förderschulen hat sich Sachsen bisher klar für die bestehende Form der schulischen Bildung ausgesprochen. Die Landräte unterbreiteten den Vorschlag, dass bei der Bewertung über die Beschulung von Kindern auch die Landkreise als Schulträger stärker einbezogen werden sollten.
Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist einer von ca. 160 Modellstandorten des "Aktionsprogramms für Kindertagespflege" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Ziel des Programms ist die Gewinnung, Qualifizierung und Vermittlung von Tagespflegepersonen für einen qualitativen Ausbau der Kindertagespflege in der Region.
Über dieses Programm wurde im Landkreis 2010 begonnen, erste verschiedene Fortbildungen für Tagespflegepersonen anzubieten. Diese Angebote können Tagesmütter bzw. Tagesväter noch bis Ende 2011 nutzen.
Es geht dabei um die Stärkung der Fachkompetenz, die Unterstützung des Erfahrungsaustausches und die Förderung der Elternarbeit, um im Ergebnis eine stabile und gute Qualität in der Kindertagespflege im Sinne eines gesunden und fröhlichen Aufwachsens unserer Kinder zu gewährleisten.
Die Inhalte des Fortbildungsprogramms wurden auf der Grundlage einer Befragung aller im Landkreis tätigen Tagesmütter und Tagesväter erarbeitet.
Die Volkshochschule Pirna konnte als Kooperationspartner für die Realisierung verschiedener Blockthemen gewonnen werden. Für 2011 sind z.B. Veranstaltungen zum Thema Psychomotorik, Waldpädagogik und die Gestaltung von Elterngesprächen im Programm. Mit dem 1. Fachtag des Landkreises für Tagesmütter und Tagesväter zum Thema ästhetische Bildung in der Kindertagespflege wird das Aktionsprogramm Kindertagespflege im November 2011 seinen Abschluss finden.
Kontakt:
Abteilung Kinder- Jugend? und Familienhilfe
Christine Schwarzbach
Tel.: 03501 515 844
Heike Hasler
Tel.: 03504 620 2205
Auch 2011 wird die Umsetzung des Lokalen Aktionsplanes (LAP) für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge von Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt.
Mit dem Bundesprogramm "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" wird die von 2007 bis 2010 erfolgte Förderung im Rahmen des Programms ?VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" fortgeführt. Mit Bescheid vom 11. Januar 2011 hat der Landkreis insgesamt 40.000 Euro bewilligt bekommen. Diese sollen der Unterstützung von Kleinprojekten zur Umsetzung seines LAPs dienen.
Die Projekte sollten als Hauptziel die Vermittlung von demokratischem Wertebewusstsein sowie die Zurückdrängung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus haben.
Förderschwerpunkte sind soziale Integration, interkulturelles Lernen/antirassistische Bildung, interreligiöses Lernen, kulturelle und geschichtliche Identität, Bekämpfung rechtsextremistischer Bestrebungen bei jungen Menschen, Demokratie- und Toleranzerziehung und Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft.
Die Inhalte können von Aktionstagen, außerschulischer Jugendbildung, Beratungsangeboten, Diskussions- und Informationsveranstaltungen, Entwicklung von pädagogischen Materialien, Fachtagungen und Kongressen, bis hin zu Ausstellungen, Qualifizierung, Weiterbildung und ähnlichem reichen.
Hauptzielgruppen sind junge Menschen in strukturschwachen Regionen und Kommunen, Kinder und jüngere Jugendliche, Migrant(inn)en), Eltern, Erzieher/-innen, Lehrer/-innen, Sozialpädagog(-inn)en sowie Multiplikator(-inn)en.
Für die Antragstellung sind entsprechende Formulare zu verwenden. Dem Antrag ist eine aussagefähige Projektbeschreibung beizufügen. Die Einreichungsfrist für Anträge endet zunächst am 30. April 2011.
Weitere Informationen zum Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und zum Lokalen Aktionsplan für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (www.landratsamt-pirna.de).
Kontakt:
Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Abteilung Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Frau Linke
Telefon 03501 515-851
E-Mail: astrid.linke@landratsamt-pirna.de
Im Mittelpunkt der Beratung am 04.02.2011 stand die Diskussion über den Umgang mit der zu erwartenden demografischen Entwicklung im Landkreis.
Im Rahmen der Fortschreibung des Landesentwicklungsplanes will der Landkreis mit Unterstützung des Forums Schwerpunkte für die künftige Entwicklung setzen.
Der Wirtschaftstag 2012 wird sich schwerpunktmäßig der Zielstellung zuwenden, im Wettbewerb um die besten Köpfe Wege aufzuzeigen, wie Fachkräfte gehalten und gewonnen werden können. Dabei werden Themen wie Mobilität, Gesundheit, Firmenphilosophie, Lernen und Integration aufgerufen.
Für kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe wird durch das Forum eine Informationsveranstaltung über die zu erwartende Bevölkerungs- und Fachkräfteentwicklung in der Region vorbereitet.
Ein sehr interessantes Instrument der Bewertung von Entwicklungen kann der von der Agentur für Arbeit vorgestellte ?Arbeitsmarktmonitor? sein. Die Mitglieder des Forums waren sich darüber einig, das Angebot anzunehmen, künftig auf dieses System zurück greifen zu können.
Der Geschäftsführer der GERODUR Herr Henke, stellte das Unternehmen vor. Unterstützt von Schweizer Kapitalgebern hat der Neustädter Unternehmer in den letzten Jahren 157 feste Arbeitsplätze geschaffen. Heute ist der Betrieb eine Tochter der Haka GERODUR. Bei einem Betriebsrundgang konnten sich die Mitglieder der Steuerungsgruppe über Produkte und Produktion ein Bild machen. In der Zukunft sind Erweiterungen des Standortes geplant.
Im Kinder und Jugenddorf ERNA Papstdorf nutzen 50 Jugendliche die Winterferien, um sich zum Lernen zu motivieren und den Sprung in die nächste Klasse doch noch zu schaffen. Zwei Wochen lang, vom 13. bis 25. Februar 2011, werden sie dabei von multiprofessionelle Teams aus Lehrkräften, Sozialpädagogen und Jugendleitern begleitet und unterstützt. Diese bieten ein vielfältiges Programm aus Lerngruppen, Projektarbeit und aktiver Freizeitgestaltung. Das Projekt in der Sächsischen Schweiz hat in diesem Jahr einen neuen engagierten Unterstützer: die Ostsächsische Sparkasse Dresden.
Auch Landrat Michael Geisler gehört zu den Befürwortern des Camps: "Das Projekt wurde 2008 ins Leben gerufen und hat schon vielen Schülern geholfen ihre schulischen Leistungen zu verbessern und auch ihre Persönlichkeit positiv weiterzuentwickeln. Ich bin froh darüber, dass die hervorragenden örtlichen Voraussetzungen in unserem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge dabei genutzt werden, aktives Lernen in kleinen Gruppen, praxisorientierte Projektarbeit mit wirtschaftlichen Partnern und Erholung und Sport in der puren Natur verbinden zu können. Dies passt sehr gut auch zu den Anstrengengungen, die wir mit den Mittelschulen und freien Trägern der Jugendhilfe schon bisher unternehmen. Natürlich freue ich mich dass Mädchen und Jungen aus unserem Landkreis auch die Möglichkeit bekommen an diesem Camp teilzunehmen."
Insgesamt 150 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen aus 54 sächsischen Mittelschulen sind in diesem Jahr in den 3 Camps in Sachsen dabei. 80% der Schülerinnen und Schüler, die in den Winterferien 2010 an Camp+ teilnahmen, schafften den Sprung in die 9. Klasse.
Die Schüler lernen in Camp+ für die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch und erfahren, wie sie effektiv lernen und Herausforderungen im Schulalltag meistern können. In Projekten trainieren sie ihre Teamfähigkeit und lernen, Hindernisse bei der Umsetzung zusammen zu meistern. Die Camp-Orte bieten darüber hinaus Möglichkeiten für sportliche und kreative Herausforderungen. Zum Abschluss ziehen die Jugendlichen Bilanz: Sie präsentieren ihren Eltern und Gästen, was sie geschafft, gelernt und erlebt haben.
"Man kann am Lernen Spaß haben! Ich bin viel selbstbewusster geworden und wenn ich etwas will, kann ich es auch schaffen", so ein Schüler.
Die Programmgestaltung steigert die Lernmotivation, das Selbstbewusstsein und schärft den Blick für eine aktive Zukunftsgestaltung. Und: nach dem Camp werden die Jugendlichen bis zum Schuljahresende weiter begleitet.
Camp+ ist ein Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Freistaates Sachsen, den drei Sparkassen des Erzgebirgskreises und der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.
Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche gute Bedingungen zum Aufwachsen und Lernen erhalten. Sie arbeitet daran, Strukturen im Bildungswesen effizienter zu gestalten, Antworten auf drängende Bildungsfragen zu entwickeln und notwendige Reformprozesse anzustoßen.
Pressekontakt:
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Regionalstelle Sachsen
Bautzner Str. 22 HH, 01099 Dresden
Kommunikation: Dirk Bachmann
dirk.bachmann@dkjs.de
Tel.: 0351 32015644
Fax: 0351 32015699
Mobil 0160 90614098
Für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge haben 18 Unternehmen 50 Angebote mit 440 Plätzen auf der Intenetplattform von "Schau-rein!" eingestellt. Bis heute haben die Schülerinnen und Schüler aus 15 Schulen 377 Angebote gebucht und 201 Tickets für die sachsenweit kostenlose Fahrt zu diesen Veranstaltungen bestellt.
Das "Schau-rein-Ticket" wird durch den Freistaat Sachsen gefördert sowie von den sächsischen Verkehrsverbünden und -unternehmen unterstützt.
"Wir freuen uns über den guten Zuspruch durch die Buchungen der Schüler aus unserem Landkreis?, so Tobias Börner von der Wirtschaftsförderung im Landratsamt. "Die Elternbriefe, in denen der Landrat die Eltern zur Unterstützung bei der Auswahl der Angebote zur Woche der offenen Unternehmen aufrief, sind offensichtlich nicht ohne Wirkung geblieben.?
Die Angebote der Unternehmen könnten sich noch etwas vielseitiger gestalten und auch die Angebotsplätze werden langsam knapp. Das Landratsamt hat auf diese Entwicklung reagiert und in einer Aktion die regionalen Unternehmen aufgefordert sich an der Aktionswoche in Sachsen zu beteiligen.
Wie aus dem Organisationsbüro im Wirtschaftsforum Sächsisches Elbland e.V. zu erfahren war, sind die Anmeldungen von Unternehmen in den letzten Tagen stark angestiegen.
Vom 14. bis 19. März 2011 findet bereits zum sechsten Mal landesweit "Schau rein! Die Woche der offenen Unternehmen Sachsen" statt.
Infolge der demografischen Entwicklung haben sächsische Unternehmen immer öfter Schwierigkeiten, qualifizierte Fach- und Nachwuchskräfte zu finden und zu halten. Um dem entgegenzuwirken ist besonders der frühzeitige und persönliche Kontakt zum zukünftigen Nachwuchs von großer Bedeutung. Mit einer Beteiligung an "Schau rein!" haben sächsische Unternehmen die einmalige Möglichkeit, in den direkten Austausch mit zukünftigen Auszubildenden und Fachkräften zu treten und persönliche Kontakte zu potentiellen Bewerbern zu knüpfen.
Dabei ist es das oberste Ziel des Freistaates, dass sich Betriebe verschiedenster Branchen beteiligen, um den Schülern ein möglichst vielfältiges Spektrum an Auswahlmöglichkeiten zu bieten. Jedes zusätzliche Angebot hilft den Jugendlichen im schwierigen Entscheidungsprozess der Berufswahl weiter.
In den nächsten Tagen werden in den Bildungseinrichtungen im Landkreis entsprechende Elterninformationen verteilt. "Der Start in das Berufsleben ist absolut wegweisend für unsere Kinder. Insoweit ist dieses Projekt eine wichtige Informationsquelle für Schüler und Eltern, aber auch für die Unternehmen in unserem Landkreis.", so Landrat Michael Geisler.
Unternehmen können sich über Internet oder regionale Initiativen anmelden. Die Größe des Unternehmens spielt für die Anmeldung keine Rolle. Die Anzahl der zur Verfügung gestellten Plätze sowie der Zeitpunkt der Veranstaltung innerhalb der Woche sind frei wählbar. Ab 3. Januar 2011 können Schüler ab der 7. Klasse die Angebote über die Internetplattform buchen.
Hausanschrift:
01796 Pirna, Schloßhof 2/4 (Haus EF)
Postanschrift:
01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54
| Telefon: | 03501 515-1000 |
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| Fax: | 03501 515-1009 |
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