
Pressemitteilung des Projektkoordinators Umgebindeland
Nun ist auch der sechste Tag des offenen Umgebindehauses Geschichte und es war wieder ein erfolgreicher Tag für alle Umgebindehausakteure in der Umgebindehauslandschaft der Sächsischen Schweiz. Insgesamt konnten wir in diesem Jahr die Besucherzahlen von 2009 nicht erreichen. Was aber besonders auffiel, war der hohe Sach- und Fachverstand der Besucher.
Sehr viele hatten sich gezielt auf den Besuch der Umgebindehäuser vorbereitet und konnten mit den Umgebindehauseigentümern über Sanierungs- und Werterhaltungsmaßnahmen diskutieren.
In diesem Jahr überraschten zum Beispiel die Freunde des Heimatverein Schöna die Gäste des Umgebindehaustages mit einem Trödelmarkt. Mit Kaffe und selbst gebackenem Kuchen wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt. Der Heimatverein Schöna sicherte auch in gewohnt professioneller Form die fachgerechten Führungen im Umgebindehaus unter anderem zu den Tätigkeiten in den Sandsteinbrüchen der Gegend und zur Entstehung und Entwicklung der Elbeschifffahrt.
In Hinterhermsdorf begrüßten die Ortsvorsteherin Frau Marion Berger und der Vorsitzende des Heimatvereines Hinterhermsdorf, Manfred Dittrich die Umgebindehausfreunde. Erstmals beteiligten sich auch die Familie Stephan von der Bäckerei Niedermühle und Herr Krömts vom Wanderstübel am Tag des offenen Umgebindehauses. Beide zeigten dass auch heute noch eine wirtschaftliche Nutzung dieser besonderen Gebäude durchaus Sinn macht.
In Sebnitz hatte sich Familie Mütze von dem "Umgebindehaus mit der Kaukasusstube" auf der Hertigswalder Straße wieder attraktive Überraschungen ausgedacht. In der Blockstube gab es echten grusinischen Tee aus dem Samowar und am Nachmittag spielte im Hof das Blechbläsersextett "Brass" aus Chemnitz zur Freude und Unterhaltung der Umgebindehausbesucher.
Auf ein Neues zum 7. Tag des offenen Umgebindehauses am 29.05.2011 dem letzten Sonntag im Mai 2011.
Joachim Oswald
Projektkoordinator Umgebindeland
Sächsische Schweiz

Umgebindehäuser leben auch und gerade durch ihre Individualität. Selbst wenn ihr konstruktiver Aufbau weitestgehend übereinstimmt, so können sie im Detail deutlich unterschiedlich sein. Über die Jahrhunderte änderten sich zudem auch konstruktive Details. Das macht den Erhalt der historischen Häuser nicht immer einfach. Je individueller das Bauwerk, desto individueller ist auch eine notwendig werdende Sanierung.
Die Blütezeit der Umgebindebauweise liegt etwa im Zeitraum von 1500 bis 1900. Ihr gesamtes Verbreitungsgebiet reicht von Schlesien über Nordböhmen und das Erzgebirge bis zum Vogtland und Thüringen. Das Umgebindehaus unterscheidet sich von anderen Haustypen grundsätzlich durch eine andere Ableitung der Obergeschoss- und Dachlasten auf den Baugrund. Es besteht in der Regel aus mindestens zwei voneinander unabhängigen Baukörpern. Die Blockstube als statisch selbstständiges Objekt wird von einer lastabtragenden Holzkonstruktion umgeben (umbunden).
Ansprechpartner zum Umgebindeland finden Sie im Internet.
Hausanschrift:
01796 Pirna, Zehistaer Straße 9 (Haus A)
Postanschrift:
01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54
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