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Demografieleitbild

Demografieleitbild „Wirtschaft und Arbeit 2030 Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“ wird vorgestellt

Kreistag vom 18.05.2015

Das Landratsamt hatte im Dezember 2013 gemeinsam mit dem Projektmanagement Landschaf(f)t Zukunft e. V. einen Antrag auf Förderung zur Erarbeitung eines Demografieleitbildes Wirtschaft und Arbeit für den Landkreis gestellt. Im Zuwendungsbescheid vom 17.12.2013 wurde die erhöhte Förderung von 75 % für das Gesamtvolumen von knapp 86 T Euro bestätigt. Ziel war es u. a. Strategien und Schlüsselprojekte zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Region bezüglich Fachkräftesicherung zu entwickeln. Unter dem Leitgedanken "Sächsische Schweiz-Osterzgebirge - Willkommen in der Zukunftsregion" haben Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Bürgerschaft Handlungsfelder herausgearbeitet, die nun unter Einbeziehung bereits bestehender Netzwerke und Arbeitsgremien umgesetzt werden sollen. Dazu zählen u. a. die Themen Bildung, Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Regionalentwicklung und Lebensqualität, Unternehmenssicherung etc. Ein erster großer Schritt wurde mit der Online-Schaltung der Internetplattform "Heimkehrerbörse" www.ab-nach-hause.eu getan.

Ansprechpartner Demografieleitbild

Andreas Tänzer, Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Wirtschaftsförderung

Dr. Johannes von Korff, Korff Agentur für Regionalentwicklung, Moritzburger Weg 67. 01109 Dresden, Telefon: 0351/8838 353 0, E-Mail: korff@korff-re.de

Dr. Hardo Kendschek, komet-empirica, Regionalentwicklung – Stadtentwicklung – Immobilienforschung GmbH Leipzig – Berlin, Friedrich-Ebert-Straße 33, 04109 Leipzig, Telefon 0341/9600 820, E-Mail: kendschek@komet-empirica.de

Ulrike Funke, Landschaf(f)t Zukunft e.V., Bahnhofstraße 1, 01829 Stadt Wehlen, Telefon 035020 75384, E-Mail: ulrike.funke@re-saechsische-schweiz.de

Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium des Inneren nach der Richtlinie FR-Regio.

Präsentation: Demografieleitbild - Arbeitsansatz und Meilensteine

Halbzeit bei der Erstellung des Demografieleitbildes Wirtschaft und Arbeit Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Landkreisbote 09/2014 vom 10.09.2014

"Demografie als Chance, wo stehen wir 2030? …menschenleer oder mit Leben erfüllte Region?". Diese Frage ist berechtigt. Und die Antwort dazu kann so einfach klingen: wir wollen eine mit Leben erfüllte Region. Wie ist dies zu realisieren, umzusetzen, wie kommen wir dahin? Auf diese und viele weitere Fragen sollen mit der Erstellung des Demografieleitbildes Wirtschaft und Arbeit Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Antworten für die Zukunft gefunden werden.

Auf Initiative von Landrat Michael Geisler wird seit April 2014 gemeinsam mit dem Verein Landschaf(f)t Zukunft e. V. an einem Demografieleitbild für den Landkreis gearbeitet. Jetzt ist Halbzeit, denn bis Ende Februar kommenden Jahres sollen die Ergebnisse vorgelegt werden. Zeit, einmal nachzufragen, zu welchen Erkenntnissen die Fachleute bis jetzt gekommen sind.

Die Schlagworte Demografie und der demografische Wandel sind gerade in aller Munde. Was genau kommt da auf uns zu und was bedeutet dies für den Landkreis? 

Das Thema "Demografischer Wandel" hat in den letzten Jahren bezüglich der Aufmerksamkeit in der öffentlichen Diskussion an Fahrt gewonnen. Es ist ja kein Geheimnis, dass besonders in den Industrienationen in Europa der Bevölkerungsrückgang durch die sinkenden Geburtenraten zunimmt. Es heißt für uns alle in der Regel: wir werden weniger und älter. Heute leben in unserem Landkreis 245.976 Einwohner (Stand 30.11.2013) und damit ca. 28.600 weniger als 1990 (-10,4 %). Damit verlief die Entwicklung in diesem Zeitraum positiver als im sächsischen Durchschnitt (-15,3 %). Auch künftig gibt das Statistische Landesamt für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge eine vergleichsweise gute Prognose ab. Bis 2025 soll der Bevölkerungsrückgang mit 10,5 % ebenfalls wieder deutlich unter dem sächsischen Durchschnitt liegen. Allerdings gibt es innerhalb des Landkreises deutliche Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung. So verzeichnen die Kommunen um Dresden, z. B. Kreischa, Wilsdruff und Freital, einen Zuzug und die grenznahen Regionen des Landkreises oder das obere Elbtal einen hohen Bevölkerungsrückgang. Für uns bedeutet das, dass wir keine allgemeingültige Strategie im Umgang mit den Entwicklungen der nächsten Jahre brauchen, sondern passgenaue Hilfestellungen für die unterschiedlichen Räume im Landkreis gemeinsam mit den Kommunen erarbeiten müssen. Natürlich ist das Thema Demografischer Wandel oft durch die örtlichen Probleme negativ geprägt. Hier sollten wir aber nach vorne sehen und die Situation auch als Chance aufgreifen. Die interessanten Gespräche in den stattgefundenen Workshops mit jungen Leuten und Familien beinhalteten schon sehr gute Lösungsansätze.

Wozu brauchen wir ein Demografieleitbild Wirtschaft und Arbeit - warum gerade jetzt?

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist den meisten als attraktive Tourismusregion bestens bekannt. Weniger bekannt ist, dass unsere Region zunehmend als interessanter Wirtschaftsstandort wahrgenommen wird. Diese positive Entwicklung war kein Selbstläufer, dafür wurde in den letzten Jahren viel für die Ansiedlung von Unternehmen getan, denn eine stabile Wirtschaft ist die Grundlage für den Erhalt des ländlichen Raums als Wohn- und Arbeitsort und vor allem als Lebensmittelpunkt für Familien. Um dies zu fördern, müssen wir die Standortfaktoren im Auge behalten, denn die Unternehmen stehen unter einem zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck. Ein bestimmendes Thema ist der Fachkräftebedarf. Vor allem unsere klein- und mittelständischen Betriebe haben Nachwuchssorgen. Auch wenn sich mittelfristig die Zahl der Schulabgänger stabilisieren wird, nimmt die Zahl derer, die altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden, deutlich zu. Schon seit letztem Jahr wird diese Lücke immer größer. Diese Diskrepanz wird ohne Gegensteuerung in den nächsten Jahren branchenübergreifend spürbar werden, denn Fachkräfteengpässe können die bisherige gute wirtschaftliche Dynamik ausbremsen. Wir sehen hierbei auch die Chance, für einen Teil der derzeit mehr als 20.000 Beschäftigten, die zu ihren Arbeitsplätzen außerhalb unseres Landkreises pendeln, wieder in unseren Unternehmen eine gute Beschäftigung zu sichern.

Welches Ziel wird mit der Erstellung des Leitbildes verfolgt und gibt es bereits erste Zwischenergebnisse?

Ziel ist es im Rahmen der Erstellung des Leitbildes ein Netzwerk aus vielen interessierten Akteuren, Unternehmen, Gewerbevereinen und -verbänden, Wirtschaftsinitiativen und kommunalen Vertretern zu entwickeln, welches die gewonnenen Erkenntnisse nutzt und zielgerichtet Maßnahmen umsetzt, die der demografischen Entwicklung entgegenwirken. Insbesondere sind die Standortfaktoren zu analysieren und, wenn nötig, ist aktiv Einfluss auf deren Verbesserung zu nehmen. Dazu zählen u. a. die Lehrstellen- und Arbeitsmarktsituation, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Identität, Image und Willkommenskultur, Lebensqualität sowie Unternehmenssicherung und -ansiedlung. Neben den beruflichen Perspektiven und der damit verbundenen finanziellen Sicherheit als entscheidende Grundlagen für Familie und Kinder sind für alle Altersgruppen Themen wie Mobilität und Erreichbarkeit, das Freizeitangebot, ein attraktives Umfeld, ehrenamtliches Engagement, Vereine aber auch die Möglichkeiten zur Mitbestimmung an der kommunalen Entwicklung wichtige Prämissen, um in der Heimat zu bleiben oder auch wiederzukommen. Derzeit arbeitet die Wirtschaftsförderung des Landkreises an der Umsetzung einer Heimkehrerbörse im Internet, die Ende des Jahres online gestellt werden soll.

Welches Fazit wird aus den ersten gewonnenen Erkenntnissen gezogen, wie geht die Arbeit am Leitbild weiter und was sind die nächsten Schritte?

Die Stärken-Schwächen-Analyse zu Beginn der Leitbilderstellung bestätigte noch einmal die Bedeutung unserer Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort. Es ist auf der einen Seite ganz wichtig, dass die jungen Leute hier ihre Zukunftsperspektiven erkennen und hierbleiben, auf der anderen Seite wollen wir die Region für Zuzüge attraktiv gestalten. Wir haben die regional unterschiedlichen Problemlagen mit differenzierten Lösungsansätzen zu behandeln. Die bisherigen Workshops mit Jugendlichen und Familien sowie die Zukunftswerkstätten haben gezeigt, dass die Handlungsfelder
  • Berufsorientierung, Bildung, Beteiligung
  • Lehrstellen und Arbeitsmarkt
  • Familie und Beruf
  • Wirtschaftsfaktor "Alter"
  • Raumentwicklung und Lebensqualität
  • Unternehmenssicherung und -ansiedlung
  • Identität, Image, Willkommenskultur
  • Kooperation und Kompetenzen

von den Teilnehmern rege diskutiert wurden und auch Lösungsansätze erarbeitet werden konnten. Wir brauchen eine Willkommenskultur, die Lust auf Zukunft macht.

"Demografie als Chance, wo stehen wir 2030?"

Mit Demografieleitbild jetzt die Antworten für morgen entwickeln

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"Demografie als Chance, wo stehen wir 2030? …menschenleer oder mit Leben erfüllte Region?". Diese Frage ist berechtigt. Und die Antwort dazu kann so einfach klingen: wir wollen eine mit Leben erfüllte Region. Wie ist dies zu realisieren, umzusetzen, wie kommen wir dahin? Auf diese und viele weitere Fragen sollen mit der Erstellung des Demografieleitbildes Wirtschaft und Arbeit Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Antworten für die Zukunft gefunden werden.

Landratsamt vergab Auftrag

Den Auftrag des Landratsamtes für die Erstellung des Leitbildes erhielt die Bietergemeinschaft Korff Agentur für Regionalentwicklung und komet-empirica, begleitet vom Landschaf(f)t Zukunft e.V.

Aufbau eines Entwicklungsnetzes

Großes Augenmerk legt das Leitbild auf die Personalgewinnung. Dieser Herausforderung wird sich der Landkreis in den nächsten Jahren stellen. Zur Umsetzung steht auch die Frage nach Instrumentarien, die diesem Prozess dienen und hier installiert werden können. Wichtig ist dabei vor allem die Netzwerkarbeit, mit deren Hilfe die Inhalte des Demografieleitbildes künftig umzusetzen und weiterzuentwickeln sind.

"Wir wollen den Rahmen schaffen, allen Beteiligten, ob Jugend, Vertretern der Wirtschaft oder der Kommunen eine entsprechende Plattform zu bieten. Denn der Kampf um die besten Köpfe hat bereits begonnen.", fasst Landrat Michael Geisler die Bedeutung zusammen.

Transparenz und breite Beteiligung sind Voraussetzung

Diskussionsforen mit Expertengesprächen, Workshops und Zukunftswerkstätten sind geplant. Regelmäßige Berichte über den aktuellen Stand folgen. Informationen stehen auf der Homepage unseres Landkreises sowie über facebook aktuell bereit. Das Ziel ist: die Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit und die Information über Zwischenergebnisse. Im Rahmen einer Abschlusskonferenz soll das Leitbild Wirtschaft und Arbeit Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie das bis dahin aufgebaute Entwicklungsnetzwerk im Februar 2015 vorgestellt werden.

Weitere Informationen zum Demografieleitbild

Das Landratsamt erhält für die Erarbeitung des Demografieleitbildes rund 65 T Euro. Dies entspricht einer Förderquote von 75 % aus dem Förderprogramm der Regionalentwicklung des Sächsischen Staatsministeriums des Inneren.

Insgesamt 86 T Euro wurden für das Leitbild veranschlagt. Der Landkreis als Träger der Maßnahme beteiligt sich mit rund 21 T Euro.

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