
Im Dezember-Kreistag soll den Kreisräten der neue Schulnetzplan des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zur Entscheidung vorgelegt werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass aufgrund der demographischen Entwicklung die vier Beruflichen Schulzentren des Landkreises als eigenständige Einrichtungen keinen Bestand haben werden. Ähnliche Sorgen hat auch der Landkreis Meißen.
Die Stadt Dresden hat ein ganz anderes Problem. Seit Jahren verzeichnet die Region einen starken Ansturm auf die Gymnasien.
Im Klartext heiß das: die Landkreise haben gute Berufsschulen mit wenig Schülern und damit ein Auslastungsproblem. Die Landeshauptstadt hingegen hat eine Überkapazität an gymnasialen Schülern, aber zu wenig Schulgebäude.
Der Landrat des Landkreises Meißen Arndt Steinbach und der Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Michael Geisler wandten sich jetzt mit einem Lösungsvorschlag an die Oberbürgermeisterin Helma Orosz.
Aus der Sicht der Landräte sollte Dresden prüfen, ob eine Umnutzung von Dresdner Berufsschulen in Gymnasien erfolgen kann, um dann in den frei werdenden Berufsschulen die Dresdner Gymnasiasten aufzunehmen.
Im Gegenzug würden die beiden Landkreise die Berufsschüler aus Dresden unterrichten, da der Landkreis Meißen und der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über freie Kapazitäten an ihren Schulen verfügen.
Damit wäre allen geholfen: die Stadt Dresden kann ihre Gymnasialschüler in modernen Schulen unterbringen und hat kein Platzproblem mehr. Die beiden Landkreise können ihre Berufsschulstandorte sichern und bieten den Dresdner Berufsschülern ausreichende Ausbildungskapazitäten.
In beiden Landkreisen befinden sich hochmoderne Berufsschulzentren, die die Ausbildung von Dresdner Berufsschülern jederzeit in Teilen oder auch komplett für einzelne Berufe übernehmen können. So könnte den prognostizierten Auslastungsproblemen der Berufsschulen in den Landkreisen entgegengewirkt und damit die Breite der Ausbildung in der Region erhalten werden.
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