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08.03.2017 | 024/2017

Wegen neuer positiver Wildvogelbefunde H5N8 in der Stadt Dresden muss das Beobachtungsgebiet im Landkreis erneut erweitert, der vorhandene Sperrbezirk verlängert und ein neuer Sperrbezirk eingerichtet werden

Wildente-k

Amtstierärztin Benita Plischke informiert:

Neue amtliche Ausbrüche des hochpathogenen Geflügelpestvirus bei Wildvögeln im Stadtgebiet Dresden (zuletzt am 06.03.2017) erfordern die erneute Erweiterung des Beobachtungsgebietes und die Einrichtung eines neuen Sperrbezirkes.

Das Beobachtungsgebiet wurde in den Städten Rabenau und Tharandt erweitert, für die anderen benannten Kommunen verlängert sich die Laufzeit (ab Veröffentlichung wieder 30 Tage).

In unserem Landkreis sind nunmehr betroffen:

Beginnend an der Westseite des Radius an der Landkreisgrenze Sächsische Schweiz – Osterzgebirge zum Landkreis Meißen die Autobahn A4 westlich von Birkenhain kreuzend, im Bereich westlich von Wilsdruff die S 36 kreuzend, westlichen von Stadt- Wilsdruff  entlang, zwischen Grumbach und Herzogswalde dies S 173 kreuzend, auf der westlichen Seite parallel dem Verlauf der S 192 folgend, an der westlichen Stadtgrenze Tharandts verlaufend, betrifft Tharandt ohne die Stadteile Pohrsdorf, Grillenburg, Fördergersdorf, Spechtshausen und Hartha, die Große Kreisstadt Freital einschließend, Rabenau außer die Ortsteile Lübau und Spechtritz, durch die Dippoldiswalder Heide verlaufend wird, beim Hafterteich die S 170 kreuzend, von Dippoldiswalde der Ortsteil Reinberg, von Glashütte die Ortsteile Hermsdorf, Hirschbach, Hausdorf, alle Ortsteile von Müglitztal und Dohna. Von Meusegast kommend, die A 17 kreuzend, Krebs, bis Pirna. Von Pirna alle Ortsteile außer Rottwerndorf, Krietzschwitz sowie Ober- und Untervogelsang. Lohmen ohne den Ortsteil Uttewalde. Von  Dürrröhrsdorf-Dittersbach die Ortsteile Wünschendorf, Porschendorf, Elbersdorf und Dürrröhrsdorf-Dittersbach bis zur Landkreisgrenze zur Stadt Dresden. Die Orte Kreischa, Heidenau und Bannewitz liegen zentral im Beobachtungsgebiet.

Der genaue Bereich des Beobachtungsgebietes kann der beigefügten Karte entnommen werden.

In dem ausgezeichnet Beobachtungsgebiet sind folgende Maßnahmen angeordnet:

  • Es darf Federwild nur mit Genehmigung oder auf Anordnung der zuständigen Behörde gejagt werden.
  • Wer Geflügel hält, hat dieses in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss, zu halten.
  • Geflügel oder in Gefangenschaft gehaltene Vögel anderer Arten dürfen bis auf Widerruf des Beobachtungsgebietes durch das Amt für Verbraucherschutz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nicht aus dem Bestand verbracht werden.
  • Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen.
  • Ausnahmen von diesen Bestimmungen sind nur nach vorheriger Genehmigung des Amtes für Verbraucherschutz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge möglich.

 

 

Ein neuer Sperrbezirk im Stadtteil Pesterwitz der Großen Kreisstadt Freital wurde eingerichtet:

Die Sperrbezirke vom 08.02.2017 und 01.03.2017 bleiben weiterhin aktuell, die Aufhebung erfolgt erst auf Widerruf. Diese Sperrbezirke umfassen von Bannewitz die Ortsteile Golberode, Goppeln und Gaustritz, von Kreischa die Ortsteile Babisnau und Sobrigau, von Dohna die Stadtteile Burgstädtel und Borthen, von Heidenau das Gewerbegebiet nördlich der B 172.

 

In den Sperrbezirken gilt zusätzlich zu den angeordneten Maßnahmen des Beobachtungsgebietes

  • Halter von Nutzgeflügel haben jedes verendete Stück Geflügel im AVS zur Untersuchung abzugeben
  • Tote Wildvögel der Ordnungen Hühnervögel, Gänsevögel, Greifvögel, Eulen, Regenpfeiferartige, Lappentaucherartige oder Schreitvögel sind dem AVS unter Angabe des Fundortes zu melden.
  • Frisches Fleisch, Hackfleisch oder Separatorenfleisch, Fleischerzeugnisse, Fleischzubereitungen das oder die von gehaltenen Vögeln oder von Federwild aus dem Sperrbezirk gewonnen worden ist oder sind, darf/dürfen nicht verbracht werden.
  • Tierische Nebenprodukte von gehaltenen Vögeln dürfen nicht aus dem Bestand verbracht werden.
  • Gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestands freigelassen werden.
  • Geflügelhalter haben sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe, Schutzvorrichtungen, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem mittels DVG (= Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft) als viruzid-geprüften Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.
  • Geflügel darf nur im Durchgangsverkehr auf Autobahnen, anderen Straßen des Fernverkehrs oder Schienenverbindungen befördert werden und nur, soweit das Fahrzeug nicht anhält und Geflügel nicht entladen wird.
  • Die Jagd auf Federwild ist untersagt.
  • Gehaltene Vögel gewerblicher Tierhalter sind auf nähere Anweisung durch das AVS untersuchen zu lassen.
  • Ein innerhalb des Sperrbezirks gelegener Stall, eine Schutzvorrichtung oder ein sonstiger Standort, in dem/in der Vögel gehalten werden, darf von betriebsfremden Personen nicht betreten werden. Das gilt nicht für den betreuenden Tierarzt, dessen jeweilige Hilfspersonen sowie die mit der Tierseuchenbekämpfung beauftragten Personen der zuständigen Behörde.

Aufgrund der fortschreitenden Geflügelpest im Wildvogelbereich im Freistaat Sachsen und in den anderen Bundesländern kann nicht mit einer zeitnahen Lockerung der landesweiten Aufstallungspflicht gerechnet werden.

Die Durchführung von Ausstellungen, Märkten und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel wird bis auf Widerruf weiterhin untersagt.

Weitere Informationen sowie die Beobachtungsgebiet- und Sperrbezirkekarten auf der Internetseite des Landratsamtes unter: www.landratsamt-pirna.de/veterinaerdienst-gefluegelpest.html

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