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25.03.2015 | 107/2015

Festveranstaltung anlässlich des 250. Geburtstags von Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf am 21. April 2015 im Schloss Sonnenstein

Öffentliche Veranstaltung - Interessenten sind herzlich eingeladen! Eintritt frei!

von Nostitz und Jänckendorf

Unbekannter Maler, Porträt G. A. E. von Nostitz und Jänckendorf, um 1795, Öl auf Leinwand, Kulturhistorisches Museum Görlitz

Am 21. April 2015, um 16 Uhr, möchten die Stiftung Sächsische Gedenkstätten, das Kuratorium Gedenkstätte Sonnenstein e.V. und das Kuratorium Altstadt Pirna e.V. an das Wirken des weitgehend vergessenen G.A.E. von Nostitz und Jänckendorf erinnern. Die Veranstaltung im Kreistagssaal des Landratsamtes Pirna, Schloss Sonnenstein, steht unter der Schirmherrschaft von Landrat Michael Geisler.

Dr. Boris Böhm, Historiker und Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, hält den Festvortrag: : „…daß es mir gewiß angenehm ist, euch nützlich zu werden.“ zum Leben und Wirken von Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf. Dieser prägte das sächsische Wohlfahrtswesen des 19. Jahrhunderts nachhaltig, beispielsweise mit seinem Engagement für die Durchsetzung einer menschenwürdigen Fürsorge für verarmte und psychisch erkrankte Menschen. Die Gründung der Heilanstalt Sonnenstein im Jahr 1811 ging auf seine Initiative zurück.

Musikalisch umrahmt wird die Festveranstaltung mit Werken von Franz Schubert, Robert Schumann und Ludwig van Beethoven, dargeboten von Eva-Karen Becker. Im Anschluss wird die restaurierte historische Ruhebank der Heilanstalt am Pirnaer Hausberg feierlich eingeweiht.

Kontakt für Fragen zur Veranstaltung:

Stiftung Sächsische Gedenkstätten
Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Schlosspark 11, 01796 Pirna
Telefon: 03501 710960; Telefax: 03501 710969 

Weitere Informationen im angefügten Programm. 

 

weitere Informationen:
Biografie und Wirken des sächsischen Konferenzministers Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf (1765–1836) aus Anlass seines 250. Geburtstages

Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf wurde am 21. April 1765 als Spross eines uralten Lausitzer Adelsgeschlechtes auf Schloss See bei Niesky geboren. Nachdem sein Vater bereits 1768 verstorben war, lag die Verantwortung für den begabten Jungen bei der Mutter, die ihm im eigenen Hause eine sorgfältige Erziehung und umfassende humanistische Bildung zuteilwerden ließ.

Bereits im 16. Lebensjahr immatrikulierte sich Nostitz an der Universität Leipzig. Er studierte zwei Jahre mit äußerster Intensität Staats-, Verwaltungs- und Rechtswissenschaften und legte 1783 ein hervorragendes Examen ab. Anschließend begann er seine berufliche Laufbahn als Prüfer beim Oberhofgericht in Leipzig, zwei Jahre später wurde er Staatsbeamter in der Dresdner Finanzverwaltung.

Am 31. Mai 1786 heiratete Nostitz in Schkeuditz die 17jährige Henriette Sophie von Bose. Mit ihr führte er eine glückliche und harmonische Ehe, aus der zwölf Kinder hervorgingen. Er lebte seit 1786 in Dresden, wo er rasch Kontakt zu Friedrich Schiller und anderen Geistesgrößen fand. Nachdem er mündig geworden war, übernahm er 1786 das väterliche Rittergut Oppach, das er ein halbes Jahrhundert bewirtschaftete.

Im Jahre 1792 wurde er in seiner Oberlausitzer Heimat zum Landesältesten des Bautzner Kreises bestellt. In dieser Funktion zeigte sich wie bei seinem Ehrenamt als Beisitzer des landständischen Waisenamtes früh das Engagement von Nostitz für die soziale Fürsorge. Zuallererst setzte er von ihm als notwendig erachtete Reformen auf sozialem Gebiet auf seinen Gütern um. So errichtete er 1794 in Oppach ein Armenhaus. 1801 veröffentlichte er in Görlitz einen "Versuch über  Armenversorgungsanstalten in Dörfern". Damit seiner Zeit weit voraus, sind die vom ihm aufgestellten Grundsätze 40 Jahre später in die sächsische Armenordnung vom 23. Oktober 1840 eingegangen.

Nostitz starke geistigen und literarischen Interessen führten ihn 1790 in die "Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften", die ihn bereits 1795 zum Präsidenten wählte. Während seiner bis 1817 andauernden Präsidentschaft hatte er bedeutenden Anteil an der Entfaltung einer regen wissenschaftlichen Tätigkeit.

Nostitz, der seit 1804 als Oberamtshauptmann an der Spitze der Provinzregierung für die Oberlausitz gestanden hatte, wurde im September 1807 vom sächsischen König Friedrich August I.  als Oberkonsistorialpräsident nach Dresden berufen. Dabei wirkte er unter anderem an der Revidierung der Verfassung der Universität Leipzig mit.

Am 13. April 1809 erfolgte durch den sächsischen König die Ernennung von Nostitz zum Konferenzminister und wirklichen Geheimen Rat, womit er zu den ranghöchsten Staatsmännern des Königreiches gehörte. Als Minister war Nostitz bis zum Jahre 1831 Mitglied des Geheimen Konsiliums - des obersten Beratungsorgans des Königs - und seit 1817 eines von insgesamt sieben Mitgliedern des Geheimen Rates, dessen Vorsitz er in den letzten Jahren innehatte. Als Minister wurden ihm vom König verschiedene Ressorts, überwiegend des sozialen Bereiches, unterstellt und im Mai 1809 die Leitung der Königlichen Kommission für die Landes-Straf- und Versorgungsanstalten übertragen, die er bis 1831 mit großem Verantwortungsbewusstsein und nicht nachlassendem Engagement ausübte.

Nachdem im November 1810 auf Forderung Napoleons der sächsische König die Neubefestigung Torgaus angeordnet hatte, stellte Nostitz den Antrag zur Gründung einer Heilanstalt auf dem Sonnenstein. Bereits am 8. Juli 1811 konnte diese dann in den Gebäuden der ehemaligen Landesfestung eröffnet werden. Sie war von Beginn an das "Lieblingskind" von Nostitz. Er sah hier die Chance, ein seinen philanthropischen entsprechendes staatliches Musterinstitut zu formen, das sich ausdrücklich der Heilung von Kranken und nicht nur deren Verwahrung zum Ziel setzte. Besondere Bedeutung maß er der humanen Behandlung der 200 hier aufgenommenen psychisch kranken Menschen bei.

Nicht nur unter Ärzten und Philanthropen, auch in Regierungskreisen erlangte der Sonnenstein den Ruf als Musteranstalt. So erhielt Nostitz den Auftrag, den Höfen in Wien und Paris sowie der russischen Kaisermutter Maria Fjodorowna Berichte über die Anstalt zu erstatten. Die Bitte letzterer war der Anlass, dass Nostitz 1829 seine berühmte "Beschreibung der Königl. Sächsischen Heil- und Verpflegungsanstalt Sonnenstein" erarbeitete. In dieser Zeit hielt er sich besonders häufig auf Schloss Sonnenstein auf. Er konnte dies auch gut für gelegentliche Besuche bei seiner Tochter Therese Clementine nutzen, die 1824 den Grafen Karl Alexander von Rex auf Zehista geheiratet hatte.

Der selbst dichtende Nostitz trat zeitlebens als ein liebenswürdiger Freund und Gönner der Künste auf. Nach der Napoleonzeit war er eine prägende Gestalt des "Dresdner Liederkreises" und errang unter dem Pseudonym Arthur vom Nordstern Popularität.

1830/31 wirkte der gemäßigt konservative Staatsminister entscheidend an der Erarbeitung der zeitgemäßen liberalen sächsischen Landesverfassung mit, die er am 4. September 1831 kontrasignierte. Ende 1831 trat er in den Ruhestand und widmete sich fortan auf seinem Oppacher Gut ganz seiner Familie und seinen literarischen Neigungen. Am 15. Oktober 1836 verstarb Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf 71-jährig in Oppach, wo er auch begraben wurde.

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