
Wir schauen nach vorn - hieß es beim ersten Unternehmertag des neuen Landkreises, der am 08.05.2009 in Freital stattfand. Der Einladung des Landrates zu dieser Veranstaltung waren 290 Teilnehmer, davon 250 Unternehmerinnen und Unternehmer gefolgt.
Groß war das Interesse an den drei Podiumsdiskussionen, die in diesem Jahr bewusst den Mittelpunkt der Veranstaltung bildeten. "Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, miteinander zu reden und Probleme gemeinsam anzupacken.", sagte Landrat Michael Geisler, der den kommunikativen Charakter der Veranstaltung sehr begrüßte.
Die erste Podiumsrunde, die Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich eröffnete, stand unter dem Motto "Wirtschaftskrise - Chance für die Zukunft?". "Ich finde es richtig, dass sich der Unternehmertag dieser brisanten Frage widmet, denn die Krise ist von Menschen gemacht und kann nur von Menschen gelöst werden.", betonte der Ministerpräsident.
In diesem Zusammenhang verwies er nicht nur auf das Konjunkturpaket der Bundesregierung, sondern vor auch auf die Finanzhilfen des Freistaates, um das Überleben der regionalen Wirtschaft zu sichern und neue Investitionen anzukurbeln.
Das Thema Finanzen stand im Zentrum der zweiten Podiumsrunde. Auch aus dieser Runde nahmen die Teilnehmer viele wertvolle Informationen mit nach Hause. Neben Tipps zur Nutzung von Förderprogrammen erhielten sie vor allem Antwort auf die Frage, wie Liquiditätsengpässe überbrückt werden können.
Allerdings, so die Experten, müssen die Unternehmen auch selbst etwas tun, um langfristig zahlungsfähig zu bleiben. Die Erschließung neuer Märkte und Kunden gehört dabei ebenso dazu, wie Kreativität und Innovation, die die Grundpfeiler einer erfolgreichen Unternehmensstrategie sind.
In Zeiten einer schlechten Auftragslage müssen Unternehmen oft Mitarbeiter entlassen, um am Markt weiterhin bestehen zu können. Zu diesem scheinbar feststehenden Grundsatz eine Alternative zu finden, war das Ziel der dritten Podiumsrunde. Sie setzte sich mit der Frage, "Fachkräfte - das Rückgrat unserer regionalen Wirtschaft?" auseinander. Die Personalberaterin von Kienbaum Executive Consultants Helma Kulick machte den Unternehmen dabei Mut, die Krise nicht als Stillstand oder Nullpunkt, sondern vor allem als Chance zu begreifen, die Zeit und Gelegenheit bietet, die vorhandenen Mitarbeiter zu qualifizieren und auf zukünftige Aufgaben vorzubereiten.