
Am 4.. Juni 2012 trafen sich wieder Mitarbeiter des Landratsamtes, Vertreter der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, des ASB Neustadt Sachsen, der Kreishandwerkerschaft Südsachsen und des Hotel- und Gastgewerbes zum Thema flexible Kinderbetreuung und folgten damit einer erneuten Einladung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Astrid Hanl.
Für die Teilnehmer kristallisierte sich im Ergebnis der bisherigen Gesprächsrunden heraus, dass statt einer universellen Musterlösung in Sachen flexibler Kinderbetreuung individuelle Einzellösungen geschaffen werden müssen. Denn zu unterschiedlich sind die Anforderungen hinsichtlich des Einzugsgebietes der Kindertageseinrichtung, der Berufsbranche und des Arbeitsortesder Eltern.
Auch die Fachkräfte in den Kitas sind für dieses Thema zu sensibilisieren, so die Meinung der Teilnehmerrunde. Eltern sollten die Gewissheit haben, mit ihren Fragen - etwa zu Schließzeiten - auf die Einrichtung zugehen zu können. Im gemeinsamen Gespräch soll nach individuellen Lösungen gesucht werden, so wie es bereits die Kita Pfiffikus des ASB Neustadt praktiziert. Hier werden bereits seit einiger Zeit Öffnungszeiten bis 18 Uhr angeboten. Für eine darüber hinaus erforderliche Abdeckung der Betreuung traf die Einrichtung mit den Eltern eine individuelle Vereinbarung.
Fakt ist, auch wenn die Plätze in den Kitas belegt sind, ist das noch kein Beweis dafür, dass die Eltern wirklich mit den Angeboten zufrieden sind. Hier müssen Unternehmer, Kindereinrichtungen, Kommunen und Eltern aufeinander zugehen, um die jeweiligen Bedürfnisse zu erkennen und mögliche Lösungen zu finden.
Ein offenes Ohr für Belange in Sachen Beruf und Familie dient aus Unternehmenssicht der Mitarbeiterbindung und der Nachwuchssicherung. Darüber hinaus ist es gerade für Kommunen eine Chance den demografischen Wandel in der eigenen Region zu gestalten.
Das Thema flexible Kinderbetreuung soll nun in einer der nächsten Bürgermeisterdienstberatungen des SSG Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf der Tagesordnung stehen. Klaus Tittel, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft und Bürgermeister der Stadt Wehlen, unterstrich diesen Gedanken, denn er kennt aus seiner Doppelfunktion die Probleme der Bürgermeister. "Dialog" heißt das Zauberwort: denn nur, wenn die Ansprüche und die Möglichkeiten allen Partnern bekannt sind, kann nach praktikablen Ansätzen gesucht werden.
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